Samstag, 27. August 2016
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Wie Sie sich gegen Spam-Mails schützen

Spam-Mails sind lästig, unerwünscht und verursachen  - neben zusätzlichem Zeitaufwand  - auch hohe Kosten. Hier geben wir Ihnen einige Tipps und Tricks, wie Sie sich vor den nervigen Werbe-Mails schützen können. Außerdem bekommen Sie in unserem Glossar eine Übersicht der wichtigsten Begriffe rund um die elektronischen Nachrichten.

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Text: Thomas Busch / Foto: bilderbox

Spam-Mails niemals beantworten:
Auch nicht mit einem Klick auf Links wie „Newsletter abmelden“ oder einer schriftlichen Bitte, vom Verteiler gestrichen zu werden. Denn durch eine Antwort weiß der Spammer, dass die Mail-Adresse aktiv genutzt wird.

Keine Links anklicken: In keinem Fall sollten Produkt-, An- oder Abmelde-Links in Spam-Mails angeklickt werden. Denn auf den dahinter liegenden Internetseiten können Viren, trojanische Pferde oder Phishing-Seiten lauern.

Keine Produkte bestellen: Häufig sind per Spam-Mail beworbene Produkte Fälschungen, Raubkopien oder Hehler-Ware. Bei einer Bestellung kann sich der Käufer strafbar machen oder die bestellten Produkte kommen nicht beim Käufer an.

Eigene Mail-Adresse schützen: Geben Sie Ihre berufliche oder private Mail-Adresse niemals auf Internetseiten ein, z.B. bei Gewinnspielen, Umfragen, Newsletter-Bestellungen, Registrierungen, in Gästebüchern oder Diskussionsgruppen. Legen Sie sich für diese Fälle eine Zweitadresse zu.

Lange Mail-Adressen anlegen: Spammer benutzen häufig Programme, die automatisch und zufällig Mail-Adressen generieren. Je länger und untypischer die Buchstabenfolge Ihrer Mail-Adresse ist, desto weniger „zufällige“ Spam-Mails werden Sie erhalten.

Spam-Filter aktivieren: Fast alle Internet- und Mail-Provider bieten mittlerweile effektive Spam-Filter an, die auch oft schon kostenlos aktiviert werden können. Zusätzlich sollten eigene Spam-Schutzmaßnahmen genutzt werden, z.B. integrierte Funktionen in Mail-Programmen oder eine externe Spam-Schutz-Software.

Extra Mail-Adresse: Für das Impressum von privaten oder Unternehmenswebseiten sollte eine eigene Mail-Adresse eingerichtet werden – denn diese wird in jedem Fall Werbenachrichten erhalten, da Spammer das Internet mit Suchrobotern nach aktiven Adressen durchsuchen.

Der häufig zu lesende Rat, Mail-Adressen auf Homepages als Bild zu speichern, ist zwar effektiv, entspricht allerdings nicht den gesetzlichen Bestimmungen. Keine Abwesenheitsmitteilungen: Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie keine automatischen Abwesenheitsmitteilungen einrichten. Diese zeigen dem Spammer nur, dass die Adresse aktiv ist.

Inhalte nicht nachladen lassen:
Aktuelle Mail-Programme wie Outlook 2007 sind standardmäßig so eingestellt, dass keine Bilder oder externe Inhalte in Mails nachgeladen werden. Dies ist auch sinnvoll, denn mithilfe von eingebauten „Web-Bugs“ werden Adressen automatisch bestätigt, sobald eine Mail geöffnet oder ein Bild nachgeladen wird.

Glossar

E-Mail: Abkürzung für „Electronic-Mail“ (elektronische Post), bezeichnet den Nachrichten-Austausch über das Internet oder ein Netzwerk.

IMAP4: Das „Internet Message Access Protocol Version 4“ bezeichnet ein Protokoll zum Abrufen von E-Mails. Der Unterschied zum POP3-Protokoll, das weit häufiger genutzt wird: Alle elektronischen Nachrichten verbleiben auf dem Mail-Server und werden dort direkt gelesen oder gelöscht.

Mail-Account: Ein Mail-Account ist der Ort, an dem eingehende E-Mails so lange gespeichert werden, bis sie vom Benutzer abgerufen werden.

Protokoll: Als „Protokoll“ werden alle Regeln oder Formate und auch Arten der Datenübermittlung zwischen zwei PCs bezeichnet.

POP3: Das „Post Office Protocol“ ist zuständig für den E-Mail-Transport von einem Mail-Server zum PC. Über POP3 werden über das Internet zurzeit die weitaus meisten Mails übermittelt.

SMTP: Das „Simple Mail Transfer Protocol“ bezeichnet das allgemeine Protokoll des Internets, das zuständig ist für das Übertragen von E-Mails.

Spam: Ursprünglich die amerikanische Bezeichnung für Dosenfleisch (Abkürzung von „Spiced Pork And Meat“). Heute werden mit diesem Begriff massenhaft versendetet Werbemails bezeichnet.
 
Webmail-Anbieter: Dies sind Dienste wie Web.de, GMX oder Yahoo, bei denen man E-Mail-Postfächer entweder mieten oder kostenlos bekommen kann.

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