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September, 2007
 

Handwerker-Rechnung: Steuervorteil wird verschenkt

HandwerkNur die Hälfte aller Kunden die im letzten Jahr einen Handwerker beschäftigt haben, haben den Arbeitslohn bei der Steuererklärung angegeben. Und 44 Prozent der Bundesbürger hat noch nicht einmal von dieser Steuerspar-Möglichkeit gehört. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. Die Kunden verschenken dadurch ihren Steuervorteil von bis zu 600 Euro.

Bei der Umfrage im Auftrag der Sage Software GmbH unter 1.174 Bundesbürgern hatten bis Mitte Juli nur 47 Prozent der Haushalte, in denen 2006 ein Handwerker beschäftigt wurde, den Arbeitslohn mit ihrer Steuererklärung eingereicht. Das Gesetz ist scheinbar noch nicht ausreichend bekannt, denn fast jeder zweite der Befragten kannte die Möglichkeit, Handwerkerrechnungen abzusetzen, gar nicht.

Die verbesserten Abschreibungsbedingungen von Handwerker-Rechnungen hatte die Bundesregierung 2006 in ihrem „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung“ beschlossen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen sollte auch die Schwarzarbeit eindämmen. Sage-Geschäftsführer Peter Dewald ist überzeugt, dass die Bundesregierung, aber auch die Handwerksbetriebe die Verbraucher besser über dieses Steuersparpotenzial aufklären müssten.

Die Steuerlast um bis zu 600 Euro senken

Seit 2003 können Privatpersonen ihre Steuerlast mit haushaltsnahen Dienstleistungen um bis zu 20 Prozent des Betrages, maximal um 600 Euro, senken. Und seit Ende 2006 können zudem Handwerkerarbeiten (nur der Arbeitslohn) zusätzlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen mit ebenfalls maximal 600 Euro steuerlich geltend gemacht werden. 

Zudem wurde die Steuersparmöglichkeit für Mieter erweitert: So muss der Antragssteller nicht mehr der Auftraggeber sein. Mieter können somit angefallene Handwerkerarbeiten steuerlich absetzen, die der Vermieter in Auftrag gegeben und im Rahmen der Betriebskosten in Rechnung gestellt hat. 

Etwa elf Prozent der Befragten einer Umfrage des Immobilienportals immowelt.de gab allerdings an, sie bezahlen Handwerker und Putzhilfen regelmäßig aus Kostengründen schwarz, 15 Prozent wägt ab, ob es für sie günstiger ist, Arbeitskräfte anzumelden oder am Fiskus vorbei zu bezahlen. Nur knapp die Hälfte der Deutschen meldet jede Beschäftigung dem Finanzamt und nutzt laut immowelt die neue Steuersparmöglichkeit.     

Details: ZDH-Flyer zum Steuerbonus



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