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März, 2010
EU-Förderprogramm:

Mini-Kredite für Arbeitslose und Existenzgründer

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Foto: bilderbox
Kleinunternehmer und auch Arbeitslose können künftig EU-geförderte Kredite bekommen, um eine Existenz zu gründen oder ein Kleinunternehmen zu erweitern. Die EU-Minister für Beschäftigung und Soziales haben sich jetzt auf diese neue Fördermaßnahme geeinigt.

Dieses europäische Mikrofinanzierungsinstrument wird anfangs mit 100 Millionen Euro ausgestattet sein. In Zusammenarbeit mit weltweit operierenden Finanzinstitutionen wie etwa der Europäischen Investitionsbank könnten letztlich mehr als 500 Millionen Euro mobilisiert werden. Das Geld soll ab Juni 2010 zur Verfügung stehen.

„Das Mikrofinanzierungsinstrument stellt für diejenigen, die unter den Auswirkungen der Krise leiden, eine echte Alternative dar und wird zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen“, erklärte László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. Deshalb
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sei diese Initiative zu begrüßen, die „dafür sorgen wird, dass benachteiligte Gruppen umfassenderen und besseren Zugang zu Mikrokrediten erhalten. Damit wird ihnen der Weg aus der Arbeitslosigkeit eröffnet. Unternehmergeist und Sozialwirtschaft werden ebenfalls davon profitieren.“ Die EU rechnet damit, dass in den nächsten acht Jahren etwa 45 000 Existenzgründern Kleinkredite gewährt werden können.

Kein Zugang zu klassischen Bankleistungen

Wer Unterstützung aus dem Mikrofinanzierungsinstrument beantragen wollen, sollte sich an die Anbieter von Kleinstkrediten in Ihrem Heimatland wenden. Das können Banken, gemeinnützige Kleinstkreditgeber, Einrichtungen, die Bürgschaften gewähren, sowie sonstige Anbieter von Mikrofinanzierungsprodukten für Kleinstunternehmen sein. Im Rahmen des Finanzierungsinstruments wird der Europäische Investitionsfonds Mittel für diese Anbieter bereitstellen, die diese an die
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Foto: Archiv
Zielgruppe des europäischen Mikrofinanzierungsinstruments durchleiten.

Bei Kleinstkrediten in der EU geht es um Beträge bis 25 000 Euro. Sie sind auf Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten (also 91 Prozent aller europäischen Unternehmen) sowie auf Arbeitslose oder Nichterwerbstätige zugeschnitten, die den Sprung in die Selbständigkeit wagen wollen, aber keinen Zugang zu den klassischen Bankleistungen haben. Bei 99 Prozent der Unternehmensgründungen in Europa handelt es sich um Kleinst- oder Kleinunternehmen; hinter einem Drittel dieser Gründungen stehen Arbeitslose.

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