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Zu wenig Geld am Start führt oft in die Pleite. Aber nur 15 Prozent der jungen Unternehmen verschwinden vom Markt, weil sie Insolvenz anmelden müssen. Auch Stress und falsche Erwartungen führen zum Scheitern. Warum junge Unternehmer aufhören - und wie potenzielle Existenzgründer aus den Fehlern der anderen lernen können:
Unzureichende Startfinanzierung ist der wichtigste Grund für das Scheitern junger Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Es analysierte im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums 3.000 Unternehmen, die zwischen 2006 und 2009 geschlossen wurden. Betroffen waren nicht nur Betriebe, denen von Anfang an keine markttaugliche Geschäftsidee zugrunde lag. Im Gegenteil: Fast drei Viertel der geschlossenen Jungunternehmen konnten mindestens einmal im Laufe ihrer Geschäftsaktivitäten die Gewinnschwelle überschreiten.

Die Forscher schlagen deshalb vor, in der Startphase ausreichend Kapital zur Verfügung zu stellen. Allerdings dürfe die Wirtschaftspolitik nicht alle Firmen künstlich am Leben halten, das sei „ökonomisch wenig sinnvoll". Sie plädieren für politische Maßnahmen, die „systematische Nachteile von jungen gegenüber etablierten Unternehmen ausgleichen". Um die Finanzierung in der Startphase zu verbessern, schlagen die Wissenschaftler außerdem Finanzpuffer vor. Sie könnten Absatzschwankungen, unvorhergesehene Forderungsausfälle oder Probleme mit Lieferanten ausgleichen. Kurzfristige Kapitalengpässe würden so eigentlich noch lebensfähige Unternehmen nicht mehr direkt in die Pleite führen.
Gründer brauchen eine zweite Chance!
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Die Angst vor dem Scheitern ist in Deutschland eines der wichtigsten Gründungshemmnisse. Nach den Ergebnissen der
Studie traut sich auch nur jeder zehnte Unternehmer, erneut ein Unternehmen zu gründen. Daher müssten gescheiterte Gründer, die einen neuen Anlauf in die Selbständigkeit wagen, in Deutschland schneller als bisher eine zweite Chance bekommen, so die Forderung der Forscher.
Auch die Möglichkeit, Unternehmenskrisen im Rahmen des Insolvenzrechts zu bewältigen sei derzeit nicht optimal geregelt. Das geltende Insolvenzrecht werde jungen Firmen nicht gerecht. So manch eigentlich noch lebensfähiger Betrieb bekäme keine Chance. Deshalb will das Bundeswirtschaftsministerium in der Insolvenzreform eine deutliche Reduzierung der Frist zur Restschuldbefreiung erreichen. Dabei soll aber darauf geachtet werden, dass die Gläubigerrechte durch zusätzlic
Mehr dazu:
Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums
Initiative "Gründerland Deutschland" he Voraussetzungen und Bedingungen gewahrt werden, die einen Missbrauch ausschließen sollen.
Stress und Gesundheitsprobleme lassen viele aufhören
Interessant sind übrigens auch die anderen Gründe fürs Scheitern: Rund 40 Prozent hören ohne wirtschaftlichen Zwang auf, weil die Unternehmer weniger als erwartet verdienen oder ihnen Stress und gesundheitliche Probleme zu schaffen machen. Das zeigt nach Ansicht der Forscher, dass eine Selbstständigkeit „gerade zu Beginn hohe Anforderungen und Entbehrungen an den Unternehmer selbst und an sein soziales Umfeld stellt, denen sich wohl doch etliche nicht gewachsen fühlen".
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Kommentare
Der größte operative Fehler in Planungen ist m.E., dass zu schnell, zu viel Umsatz erwartet wird. Die Zeitdauer für den Vertrieb bei Geschäftsanlauf ist wesentlich länger, als der Gründer sich das vorstellen kann. Wenn dann kein Eigenkapital vorhanden ist, bekommt man schnell Ärger mit der Bank.
Also beim Businessplan in den ersten 3 Monaten möglichst keine Einnahmen planen - außer den Gründungszuschu ss.
Riedexco - Wolfgang Riedel
KfW akkreditierter Gründungsberate r
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