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Ein großer Kunde zahlt trotz Zusicherung die Rechnung nicht, die Bank schaltet auf stur und das Finanzamt scharrt mit den Hufen – es droht mit einer Pfändung. So mancher Unternehmer retten sich neuerdings mit einem über 300 Jahre alten „Kniff“ aus der Bedroille: Er bringt Wertsachen ins Pfandhaus. Das rechnet sich höchstens bei einer kurzfristigen Überbrückungsfinanzierung.
Um eine größere Summe locker zu machen, kann man heut zu Tage nicht nur Uhren, Schmuck oder Pelzmäntel, sondern auch Personen- und Lastkraftwagen und neuerdings sogar Baumaschinen vorübergehend verpfänden. Der Pfandkredit steht ohne Schufaabfrage sofort und mit 100-prozentiger Auszahlung zur Verfügung.
Wenn nichts mehr geht, kann die Beleihung mobiler Werte kurzfristig Liquiditätsprobleme lösen - die Gebühren sind allerdings üppig
Trotz staatlicher Regulierung unterscheiden sich die Konditionen und Leistungen der Anbieter allerdings deutlich voneinander. Vor allem: Billiges Geld darf man nicht erwarten. Die gesetzlich festgelegten Zinsen betragen ein Prozent pro Monat. Banken liegen bei kritischen Finanzierungen zwar zum Teil deutlich darüber, doch müssen die Abwicklungsgebühren und Kosten für die sichere Unterstellung einer „Mobilie“ hinzugerechnet werden. Gebühren von 3,5 Prozent pro Monat sind
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branchenüblich. Es gibt Pfandhäuser, die beträchtlich mehr kassieren. Unterm Strich rechnet sich das Ganze nur, wenn eine kurzfristige Überbrückungsfinanzierung benötigt wird und von der Hausbank keine Hilfe zu erwarten ist. Ein leider nicht allzu seltener Fall.
Wer sich für einen solchen Kredit entscheidet, sollte unbedingt darauf achten, dass der Pfandgegenstand einer objektiven Bewertung unterzogen wird. Oft drückt die Methode „Pi mal Daumen“ der Beleihungswert künstlich nach unten. Besser ist es, wenn der Anbieter die Kriterien offizieller Schätzlisten, zum Beispiel der DAT oder der DEKRA, anwendet und die Abnahme von einem Experten durchführen lässt. Auf dieser Basis sollte dann eine Beleihung von 80 Prozent möglich sein.
Seriöse Anbieter achten auf Diskretion
Natürlich geht die vorübergehende „Verpfändung“ niemanden etwas an. Fußballfeldgroße Schilder mit der Aufschrift „Autopfandhaus“ entsprechen nicht gerade dem Gebot der Diskretion. Seriöse Anbieter vereinbaren individuelle Termine für die Einlieferung und Abholung des Fahrzeugs;

manche bieten sogar einen „neutralen“ Überführungsservice“. Dadurch wird verhindert, dass sich Kunden zufällig begegnen. Schließlich sollte das Fahrzeug völlig anonym in einem für Dritte unzugänglichen Gebäude abgestellt und versichert werden. Der Kunde sollte darauf achten, ob die Versicherungsprämie in den Gebühren bereits enthalten ist.
Das „Mobilien“-Pfand kommt im Mode. Es gibt allerdings bundesweit nur wenige Pfandhäuser, die sich regelrecht auf Autos spezialisiert haben. Zu den bekannten Anbietern gehören A&A Autopfandleihhaus, dap – das Autopfand und das 1. Stuttgarter Kfz-Pfandhaus. dap beleiht sogar Wohnmobile, Boote und neuerdings sogar Baumaschinen. Unternehmer, nutzen diese Möglichkeit vor allem in umsatzschwachen Zeiten wie den Wintermonaten. Flexible Anbieter haben sogar für den täglich benötigten Pkw eine Lösung parat, indem sie für eine geringe Leihgebühr ein Ersatzfahrzeug stellen.
Infos unter
www.kfz-pfand.de
www.das-autopfand.de
www.aa-autopfandleihhaus.de
von Manfred Godek
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