Fast 2.400 Unternehmen sind im ersten Halbjahr im rheinland-pfälzischen Handwerk gegründet worden. Nachhaltig wird diese Entwicklung beeinflusst durch die immer noch gute Konjunktur im Handwerk.
Ungebrochen hoch sind die Zuwachsraten in den zulassungsfreien Berufen.
Wie die Handwerkskammer Trier für die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern des Landes mitteilt, waren zur Jahresmitte 49.075 Unternehmen bei den vier Kammern des Landes gemeldet. Fast 2.400 Unternehmen sind in den ersten sechs Monaten des Jahres angemeldet worden. Trotz leicht erhöhter Zahl von Betriebseinstellungen präsentiert sich der Unternehmensbestand stabil.
Zulassungsfreie Gewerke an der Spitze
Ungebrochen hoch sind die Zuwachsraten in den zulassungsfreien Handwerken, wo die
Meisterprüfung keine Voraussetzung für die Selbständigkeit ist. 759 Unternehmen wurden hier neu gegründet. Bei 686 Betriebseinstellungen ist das ein positiver Saldo von 73 Betrieben.
Etwas rückläufige Tendenz zeigen im Landesdurchschnitt die Meisterberufe. 1.100 Gründungen stehen 1.141 Betriebseinstellungen gegenüber. Ebenfalls nachgelassen haben die handwerksähnlichen Berufe. Mit 8.330 eingetragenen Betrieben am 30. Juni gab es 129 Unternehmen weniger als zum Jahresbeginn.
Gründer oft ohne Qualifikation
Das Handwerk bewertet die Betriebsgründungen aber nicht ausschließlich positiv. Insbesondere nach dem
Wegfall der Pflicht zur Meisterprüfung für eine große Anzahl von Handwerksberufen ist eine unterdurchschnittliche Qualifikation bei vielen Gründern zu beklagen.
Aktuellen Erhebungen zufolge verfügen derzeit mehr als ein Drittel aller Unternehmensgründer im Handwerk über keinerlei berufsbezogene Qualifikation. Um diesem Trend entgegenzuwirken, bieten die Kammern verstärkt Beratungen für
Existenzgründer und Qualifizierungsmaßnahmen an.
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