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| Foto: Bilderbox |
Auf 15 Milliarden Euro schätzt der Westdeutsche Handwerkskammertag den Verlust, der den Betrieben im Jahr 2007 durch Schwarzarbeit entgangen ist. Das seien 15 Prozent des gesamten Umsatzes, sagt WHKT-Präsident Franz Josef Knieps.
In den letzten fünf Jahren sei die Entwicklung rasant gestiegen – von zehn auf 15 Prozent, sagte Franz-Josef Knieps (MdL) zum Jahreswechsel gegenüber dem Deutschen Depechendienst in Düsseldorf. Bei einer Beschäftigtenzahl von rund einer Million Menschen im nordrhein-westfälischen Handwerk würde das bedeuten, dass mehr als 150.000 Arbeitsplätze nicht entstehen konnten. Und das trotz einer besseren Wirtschaftslage. Hinzu komme der Schaden für den Staat und die Sozialversicherungen.
Der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) rechnet für 2008 mit einem noch höheren finanziellen Schaden für die Betriebe durch die Schattenwirtschaft. Bei den Lohnzusatzkosten und der Mehrwertsteuer sei überhaupt keine Umkehr zu erkennen. Und die steigenden Energiepreise würden nicht nur die Handwerksleistungen verteuern, "sie nehmen den Verbrauchern auch den Spielraum für Aufträge".
Fehlende Kontrolle durch die Behörden
Besonders von Schwarzarbeit betroffen sind wie seit jeher das Baugewerbe und das Ausbaugewerbe. Aber auch viele Dienstleister wie Kfz-Werkstätten und Friseure hätten mit der schwarz arbeitenden Konkurrenz zu kämpfen.
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| Franz-Josef Knieps |
Als Ursachen für die Schwarzarbeit nennt der WHKT-Präsident gegenüber ddp indirekte Steuern und vor allem die Mehrwertsteuererhöhung. Außerdem die hohen Lohnzusatzkosten und die gestiegenen Energiepreise. Knieps kritisiert auch die fehlende Kontrolle der Behörden in punkto Schwarzarbeit, insbesondere im Hinblick auf Scheinselbstständige aus osteuropäischen Staaten.
Auch die Mitarbeiter im Handwerk müssen netto mehr in der Tasche haben
Niedrigere Lohnzusatzkosten sind nach Auffassung von Franz-Josef Knieps der beste Weg, um die Handwerksleistungen für den Kunden preiswerter zu machen und würden dazu führen, dass auch die Mitarbeiter der Handwerksbetriebe erkennbar netto mehr verdienen. "Darüber hinaus wäre es wünschenswert, wenn in Deutschland wie in anderen europäischen Staaten, die Möglichkeit geschaffen würde, für arbeitsintensive Bereiche einen halbierten Mehrwertsteuersatz einzuführen. Die Arbeiten, die im Land stattfinden, die nicht ins Ausland outgesourct werden können, sind die Arbeiten, die Arbeitsplätze schaffen, diese müssen begünstigt werden."
Der Westdeutsche Handwerkskammertag mit Sitz in Düsseldorf ist die Dachorganisation der Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen
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