Jeder Handwerker kennt das: Der Kunde weigert sich nach Erhalt der Rechnung, die Kosten für die An- und Abfahrt zu bezahlen. Ein aktuelles Urteil stärkt die Position der Betriebe und bestätigt die herrschende Rechtsauffassung: Bei kurzen Aufträgen kann man die Fahrtkosten extra berechnen.
Ruiniert eine Reinigung grob fahrlässig Kleidungsstücke, muss sie den vollständigen Schaden ersetzen, unabhängig davon, wie alt die Ware ist. Eine Begrenzung auf den tabellarischen Zeitwert ist unzulässig. Das hat das Landgericht Köln entschieden.
Verzugszinsen kann ein Handwerker nicht vom Kunden verlangen, bevor der Werklohn fällig ist. Und das ist manchmal erst der Fall, wenn er eine Rechnung gestellt hat.
Marketing per Facebook oder Google+ wird auch im Handwerk immer beliebter. Im Auge behalten sollte jeder Unternehmer dabei die rechtlich korrekte Verwendung von Bildern.
In Nordrhein-Westfalen gilt seit dem 1. Mai 2012 ein Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG - NRW). Danach haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein Mindestlohn in Höhe von 8,62 Euro, wenn ihr Arbeitgeber einen öffentlichen Auftrag ab 20.000 Euro erhalten hat.
Kann ein Arbeitnehmer nicht nachweisen, ob ein Unfall während seiner Arbeit oder während einer privaten Pause passiert ist, braucht die gesetzliche Unfallversicherung nicht zu zahlen.
Weil die Pläne des Architekten nicht den Regeln der Technik entsprachen, hätte der Fliesenleger Bedenken äußern müssen, anstatt sich an die Vorgaben zu halten. So sagt es das Oberlandesgericht Brandenburg.
Einen Praktikanten oder Schülerpraktikanten hat fast jeder Betrieb schon einmal beschäftigt. Viele davon ohne zu wissen, um welches Rechtsverhältnis es sich handelt, ob man dem Praktikanten einen Obulus zahlen muss und wie das eigentlich mit der Sozialversicherung ist. Ein Überblick:
Abgelehnte Bewerber haben auch künftig keinen Anspruch darauf, von einem Betrieb zu erfahren, warum sie nicht eingestellt wurden. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gibt es aber Ausnahmen, wenn der Verdacht der Diskriminierung besteht.
Viele Ehepaare im Handwerk führen gemeinsame Konten. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes können Einzahlungen des einen Partners als Zuwendungen an den anderen gewertet werden – mit dem Ergebnis, dass dann Schenkungsteuer fällig wird.