Samstag, 25. Juni 2016
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Smartphone-Apps: Nützliche kleine Helfer im Berufsalltag

GPS-Navigation, digitale Wasserwaage oder elektronisches Fahrtenbuch — nützliche Applikationen für iPhones und Android-Handys stehen heute für jeden erdenklichen Einsatzzweck zur Verfügung. Doch wo liegen die Vorteile der sogenannten „Apps“?

Handwerk
Foto: Fotolia


Ein Smartphone gehört heute für viele Handwerker zum Berufsalltag. Damit steht nicht mehr nur das Telefonieren im Fokus, sondern der mobile Internetzugang: Über diesen lassen sich viele Hunderttausend Applikationen downloaden, mit denen das Smartphone fast zu einem Mini-PC wird. Die Smartphone-Programme heißen heute nur noch „Apps“, eine Kurzform für das englische Wort „Application“ (Anwendung).

Handwerker profitieren von den vielen Nutzungsmöglichkeiten, die aktuelle Applikationen bieten: So gibt es nicht nur spezielle Handwerker-Apps für verschiedene Branchen, sondern auch eine Vielzahl von Nachrichten- und Auskunftsdiensten, Navigationsprogramme, E-Book-Reader – und natürlich viele kleine Spiele für die Mittagspause. „Die vielfältigen Anwendungen sind ein Schlüssel für den Erfolg des mobilen Internets“, erklärt Friedrich Joussen, Präsidiumsmitglied im Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom).

"App Store" und "Android Market"

Allein im letzten Jahr haben die Deutschen laut Bitkom 900 Millionen Applikationen auf ihre Smartphones geladen – ein Plus von 112 Prozent im Vergleich zu 2009. Joussens Prognose: „Die Download- und Umsatzzahlen mit mobilen Apps werden weiter steil ansteigen.“ Die Erfolgsgeschichte der Handy-Applikationen startete 2007, als Apple einen „App-Store“ für das erste iPhone eröffnete. Google zog im Oktober 2008 nach mit seinem „Android Market“ für das gleichnamige eigene Handy-Betriebssystem.

Kostenlose Apps für iPhones und Android-Smartphones
(als pdf-Datei)
Heute stehen rund 300.000 iPhone- und mehr als 250.000 Android-Apps zum Download bereit. Einen zusätzlichen Schub für das mobile Internet bringen aktuell Tablet-PCs wie das iPad oder Konkurrenz-Modelle mit dem Betriebssystem Android. Diese können – genauso wie Smartphones – ganz einfach mit Applikationen im Funktionsumfang erweitert werden.

Vor dem Download informieren

Der Zugriff auf die App-Stores erfolgt entweder direkt über Smartphones, auf denen eine entsprechende Applikation vorinstalliert ist, oder per PC. Damit man sich im Dschungel der Applikationen zurechtfindet, sind die Apps nach Kategorien unterteilt wie „Business“, „Soziale Netzwerke“ oder „Spiele“. Darüber hinaus gibt es Bes­tenlisten mit den am meisten heruntergeladenen kostenlosen und gebüh­renpflichtigen Applikationen. Vorab sollte man aber immer die zugehörigen kurzen Beschreibungen lesen, sich Screenshots ansehen und Nutzer-Bewertungen studieren.

Doch wie erfolgt die Bezahlung der kostenpflichtigen Apps? Wer ein Android-Smartphone besitzt, muss das von Google angebotene Bezahlsys­tem CheckOut nutzen. Der Geldtransfer erfolgt hier per Kredit- oder Debit-Karte. Einige App-Programmierer bieten auch die Möglichkeit, Android-Applikationen direkt über die eigene Internet-Seite herunterzuladen. Beim iPhone gibt es diese Möglichkeit nicht: Hier muss entweder ein iTunes-Account angelegt werden, in dem die eigenen Kreditkartendaten hinterlegt sind, oder die Bezahlung erfolgt über „Click and Buy“. Alternativ kann man auch iTunes-Geschenkkarten mit Guthabenbeträgen kaufen, die sich dann im App-Store einlösen lassen.

Heruntergeladene Apps zum Großteil kostenlos

HandwerkExperten sagen den Smartphone-Apps eine große Zukunft voraus: In Deutschland hat bereits mehr als jeder vierte Mobiltelefon-Nutzer schon einmal eine Applikation heruntergeladen. Dies geht aus dem aktuellen „Mobile Consumer Briefing“-Report hervor, den die Mobile Marketing Association in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Lightspeed Research erstellte. 82 Prozent aller in Deutschland heruntergeladenen Apps waren kostenlos, ein Viertel davon werbefinanziert.

„Nutzwertige Apps sind der ideale Einstieg in die mobile Internet-Nutzung“, so Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe „Mobile“ im Bundesverband Digitale Wirtschaft. „Es gibt eine Auswahl aus Tausenden von Apps für jeden erdenklichen Anwendungsfall.“ Nutzer würden vor allem Apps herunterladen, die unterhalten, unterwegs einen Nutzen bieten oder Nachrichten und aktuelle Informationen liefern.

Kampf um Marktanteile

Da Smartphones aktuell einer der größten Wachstumsmärkte sind, tobt bereits der Kampf um Marktanteile: Googles kostenloses Betriebssystem Android war im vierten Quartal 2010 erstmals das dominierende System mit fast 31 Prozent, während Apple mit seinem iOS seit 18 Monaten bei knapp 16 Prozent stagniert.

Das Sys­tem Symbian des ehemaligen Marktführers Nokia kann die Handy-Nutzer offenbar nicht mehr überzeugen und verlor seit Erscheinen des iPhones im Jahr 2007 satte 50 Prozent Marktanteil. Deshalb hat Nokia in den letzten Wochen eine Allianz mit Microsoft gegründet und will künftig Smartphones mit Windows Mobile 7 verkaufen.

Von Thomas Busch

Kostenlose Apps für iPhones und Android-Smartphones (als pdf-Datei)



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