Donnerstag, 28. Juli 2016
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Suchmaschinen: Die Schlacht um die begehrte Pole-Position

Wer bei Google nicht auf den vordersten Plätzen steht, ist im Internet kaum existent. Aktuellen Statistiken zufolge laufen fast 90 Prozent aller Suchanfragen über die marktführende Suchmaschine Google – auf dem zweiten Platz folgt weit abgeschlagen Yahoo mit einem Marktanteil von gerade mal drei Prozent.

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Die Folge: Nur mit einer guten Google-Platzierung wird der eigene Betrieb im Internet auch wirklich gefunden. Um Webseiten bei Suchplatzierungen nach vorn zu bringen, bieten im Internet viele Hundert Agenturen für Suchmaschinen-Optimierung ihre Dienste an. Doch nicht alle arbeiten seriös.

Wer schon einmal versucht hat, seinen Betrieb über die Stichwortsuche von Google zu finden, ist oft enttäuscht: In vielen Fällen wird die eigene Internetseite erst auf den hintersten Trefferplätzen gelistet. Dementsprechend wenig Besucher verirren sich auf die Webseite.

Seiten-Konkurrenz ist riesig

Aktuellen Studien zufolge nutzen 90 Prozent aller Internet-Surfer nur die jeweils ersten 20 Such-Ergebnisse. Gleichzeitig ist die Seiten-Konkurrenz riesig: Ein Mitarbeiter von Google veröffentlichte vor kurzem im offiziellen Google-Blog, dass die Suchmaschine auf  rund eine Billion URLs zurückgreife, von denen allerdings nicht alle Seiten im Suchindex verfügbar seien. Um diese Masse an Informationen für Suchende hilfreich aufzubereiten, werden die Trefferlisten von Google nach strengen Kriterien und Bewertungsmaßstäben berechnet, die nur die Suchmaschine selbst in allen Details kennt.

Handwerk Damit die eigene Webseite auf den ersten Trefferplätzen landet, ist deshalb meist externe Hilfe von ausgewiesenen Experten nötig, die sich ganz der sogenannten „Search Engine Optimization“ (SEO, zu Deutsch: Suchmaschinen-Optimierung) verschrieben haben. SEO-Agenturen analysieren Websites, nehmen Änderungen in der Seiten-Programmierung vor und nutzen weitere Hilfsmittel wie Verlinkungen, um die Google-Position zu verbessern.

"Suchroboter" durchforsten das Internet

Um die Hintergründe der Suchmaschinen-Optimierung zu verstehen, kann es helfen, einen Blick hinter die Kulissen von Google zu werfen: Wie arbeitet eine Suchmaschine eigentlich? Und wie findet Google die eigene Internet-Seite? Die Aufnahme in den riesigen Suchindex läuft zunächst über spezielle Programme, sogenannte „Suchroboter“. Diese durchsuchen täglich das Internet, indem sie Verlinkungen folgen und dabei alle Wörter erfassen, die auf den Seiten vorkommen. Auf diese Weise werden auch Webseiten gefunden, die noch gar nicht bei der Suchmaschine angemeldet wurden.

Nutzt ein Surfer nun die Google-Suche und gibt ein beliebiges Stichwort ein, durchkämmt die Suchmaschine den eigenen Index und wirft alle Seiten aus, auf denen das Wort zu finden ist. Um die hilfreichsten Seiten an erster Stelle zu listen, nutzt Google komplexe Algorithmen und Bewertungskriterien. Und genau diese sind das tägliche Brot von SEO-Agenturen: Die Suchmaschinen-Experten versuchen, Internetseiten so zu optimieren, dass Google die Inhalte einer Webseite als besonders wertvoll und damit unter den ersten Treffern einstuft.

Webseiten-Optimierung: Kosten und Leistungen variieren


Dabei kann es sich schnell rentieren, eine SEO-Agentur mit der Optimierung der eigenen Internetseiten zu beauftragen. „Über 40 Prozent aller Suchmaschinen-Nutzer klicken auf den ersten Treffer, Platz zehn wird hingegen nur noch von rund drei Prozent der Surfer aufgerufen“, erklärt Daniel Wette von der Fairrank Deutschland GmbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln und weiteren Niederlassungen in Österreich und der Schweiz optimierte in den letzten Jahren die Webseiten von mehr als 3.000 Kunden. „Suchergebnisse ab Platz elf werden noch seltener angeklickt, weil viele Surfer sich nicht die Zeit nehmen, die Ergebnisliste weiter herunterzuscrollen.“

Die Kosten für eine Webseiten-Optimierung variieren genauso wie die Leistungen. Einige Agenturen bieten eine einmalige Optimierung zu Preisen ab ca. 700 Euro, andere Dienstleister wie Fairrank bieten die laufende Optimierung zu Monatspauschalen ab etwa 200 Euro. Dabei hängen die Kosten unter anderem vom Umfang des Internetauftritts und von der Beliebtheit der Suchwörter ab, unter denen die eigene Webseite später gefunden werden soll.

Google ändert Gewichtung der Bewertungskriterien

Handwerk Auch wenn eine einmalige Optimierung scheinbar Kostenvorteile verspricht, kann der Nutzen in Einzelfällen nur sehr kurzfristig sein: Denn Google ändert in unregelmäßigen Abständen die Gewichtung seiner Bewertungskriterien, sodass eine bereits optimierte Seite im ungünstigsten Fall über Nacht mehr als 100 Positionen nach hinten rutscht. Darüber hinaus können Wettbewerber ebenfalls versuchen, mit der eigenen Seite auf die vordersten Trefferplätze zu gelangen.

„Aus diesem Grund haben wir uns von Anfang an dazu entschieden, unsere Kunden langfristig zu betreuen, um die Seiten je nach Bedarf laufend zu optimieren“, so Daniel Wette von Fairrank.„ Die Optimierung von Suchmaschinen ist keine Dienstleistung von ein paar Stunden, wenn man jeden Monat eine bestimmte Zahl von qualifizierten Besuchern und damit potenzielle Kunden über das Internet erreichen will.“

Preisvergleich lohnt sich

Bevor die Entscheidung für einen Dienstleister fällt, empfiehlt es sich in jedem Fall, die Preise und zugesicherten Leistungen zu vergleichen. Viele seriöse SEO-Agenturen verzichten bewusst auf Optimierungspakete zum Pauschalpreis und setzen auf individuelle Angebote je nach Kundenbedürfnis. Hintergrund: Die Optimierung einer Internetseite ist je nach den gewünschten Stichwörtern unterschiedlich aufwendig. So ist es sehr viel schwieriger, bei einem allgemeinen und gefragten Keyword wie „Handwerker“ eine gute Platzierung zu erzielen als bei seltenen Suchwörtern wie „Zargenbeschlag“.

Wie überall gibt es auch unter den Suchmaschinen-Optimierern einige schwarze Schafe, die sich unfairer Mittel bedienen, um die eigenen Kunden ganz nach vorn zu bringen. Dies kann zwar kurzzeitig funktionieren, im schlimmsten Fall verbannt Google entsprechende Webseiten allerdings nach kurzer Zeit ganz aus dem Suchindex. Deshalb ist es besonders wichtig, vor der Beauftragung einer SEO-Agentur deren Seriosität zu überprüfen.

"Platzierungsgarantien sind grundsätzlich nicht möglich"

Ein Kriterium: Der Suchmaschinenoptimierer sollte sich konsequent an die Richtlinien der Suchmaschinen halten. „Darüber hinaus sollte man sich unbedingt nachprüfbare Referenzen zeigen lassen. Oft hilft es auch, vorab in Internet-Meinungsportalen nach positiven und negativen Erfahrungen mit dem ausgewählten Suchmaschinen-Optimierer zu recherchieren“, rät Daniel Wette von Fairrank. Wichtig ist auch ein Blick in das Kleingedruckte der Vertragsunterlagen: Einige SEO-Agenturen sichern zwar eine Platzierung auf den vordersten Google-Plätzen zu, versprechen dies aber verklausuliert nur für Text-Werbeanzeigen (Google AdWords) – und nicht für die regulären Suchergebnisse.

Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Dienstleister vorab eine Top-3-Platzierung garantiert. „Platzierungsgarantien sind grundsätzlich nicht möglich“, erklärt Daniel Wette von Fairrank. „Auf derartige Angebote sollte man sich deshalb nur einlassen, wenn ein Honorar ausschließlich im Erfolgsfall berechnet wird. Wird der versprochene Platz nicht erreicht, sollte man nichts zahlen müssen.“ Viele seriöse Agenturen bieten darüber hinaus auch eine Geld-zurück-Garantie, wenn andere vertraglich vereinbarte Ziele nicht erreicht werden.

Suchmaschinen-Optimierung kann Umsatz steigern


Handwerk Gute SEO-Agenturen setzen vorab auf eine persönliche Beratung, bei der man auch unbequeme Fragen stellen sollte. Dazu gehören unbedingt Erläuterungen zu verwendeten Techniken. Erhält man darauf keine oder eine plakativ geheimnisvolle Antwort, arbeitet der Dienstleister nicht selten mit verbotenen Spam-Methoden wie Doorway-Pages (Tunnelseite nur mit Suchbegriffen und einer Weiterleitung zur eigentlichen Webseite), Cloaking (Suchmaschinen und Leser sehen verschiedene Inhalte) oder einer übertriebenen Aneinanderreihung von Stichwörtern.

Hat man sich für einen guten Dienstleister entschieden, kann eine seriös durchgeführte Suchmaschinen-Optimierung nicht nur die Besucherzahlen der eigenen Webseiten erhöhen, sondern langfristig auch den Umsatz. Wer kein finanzielles Risiko eingehen will und vorab kostengünstig austesten möchte, ob ein vorderer Google-Platz wirklich mehr Besucher auf die eigene Webseite schaufelt, kann das Anzeigensystem Google AdWords ausprobieren.

Hier kann jedes Unternehmen selbst Keywords festlegen, unter denen es gefunden werden will. Pro Klick auf die Textanzeige wird ein vorher selbst bestimmter Betrag (z.B. 15 Cent) fällig. Je höher dieser Betrag ist, desto weiter vorn wird die Anzeige platziert. Bei selten gefragten Stichwörtern ist so kostengünstig eine Platzierung auf der ersten Google-Seite möglich.

Von Thomas Busch

Weitere Infos (als pdf-Dateien):
Tools zur Kontrolle
Checkliste zur Suchmaschinen-Optimierung
Verzeichnisse mit Suchmaschinen-Optimierern
Wichtige Fachbegriffe schnell erklärt


Mehr dazu:
Webseiten für Suchmaschinen selber optimieren
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Fairrank - Der Suchmaschinenoptimierer

Leserkommentare

02.08.2012 08:29:17 Uhr
DHB

Liebe Leser,
wenn Sie Fragen zu unserem Content haben, dann schicken Sie uns bitte direkt eine Mail an . Leider werden wir in letzter Zeit gerade zum Thema Suchmaschinenoptmierung in unserem Kommentarbereich mit Spams überzogen!
Mit den besten Grüßen
R.Gottschalk

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