Montag, 30. Mai 2016
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Webseiten für Suchmaschinen selber optimieren

Wer Geld sparen will und einige Grundkenntnisse in HTML mitbringt, kann die eigene Internetseite oft mit wenigen Handgriffen selbst optimieren. Bei konsequenter Anwendung der folgenden Tipps kann die eigene Website bei bestimmten Suchbegriffen einige Plätze höher ausgeworfen werden.

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Suchmaschinen-Optimierung ist ein hochkomplexes Thema.

Suchmaschinen-Optimierung ist ein hochkomplexes Thema, das von sehr vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Deshalb ist für eine Top-Position in Google die professionelle Unterstützung von SEO-Agenturen ("Search Engine Optimization", zu Deutsch: Suchmaschinen-Optimierung) meist unerlässlich. Die nachfolgenden zehn Tipps können einer bislang nicht optimierten Seite jedoch helfen, mit wenig Aufwand in den Google-Suchergebnissen einige Plätze weiter nach vorn zu kommen.

Sinnvoller Domain-Name: Die eigene Domain sollte im besten Fall Begriffe beinhalten, die bei Google zur Suche nach den eigenen Dienstleistungen benutzt werden, z.B. www.dachdecker-mustermann-koeln.de. Hilfreich kann es auch sein, wenn potenzielle Suchbegriffe in Unterverzeichnis-Namen vorkommen.

Seiten-Titel (Title):
Der Seiten-Titel in den Meta-Tags sollte aus maximal fünf bis zehn Wörtern bestehen. Auch hier sollten Ihre wichtigen Suchbegriffe enthalten sein. Die Seitentitel der Unterseiten sollten zum jeweiligen Inhalt passen.

Seiten-Beschreibung (Description): Die Seiten-Beschreibung sollte nicht länger als 200 Zeichen sein und wohlüberlegt mit potenziellen Suchwörtern formuliert werden.

Stichwörter (Keywords)
: Die Stichwörter in den Meta-Tags werden zwar von immer weniger Suchmaschinen berücksichtigt, sollten aber trotzdem nicht vernachlässigt werden. Dieser Bereich sollte insgesamt maximal 1.000 Zeichen umfassen und alle wichtigen Suchwörter beinhalten. Anregungen kann das Keyword-Tool von Google geben: https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal. Tipp: Einige Internet-Nutzer vertippen sich gern – verwenden Sie deshalb auch Keywords in falschen Schreibweisen wie „dachdecher“ oder „handwrk“.

Texte: Formulieren Sie auf Ihren Seiten qualitativ hochwertige Textinhalte. Die Chancen auf eine gute Google-Position steigen, je ausgefallener das Thema ist. Teilen Sie Inhalte so auf, dass pro Seite nur ein Thema behandelt wird.

Textplatzierung: Wichtige Schlüsselwörter sollten am Textanfang stehen.

Überschriften: Gliedern Sie alle Inhalte systematisch mit Überschriften, die wichtige Schlüsselwörter enthalten.

Keyword-Dichte
: Die Texte auf den Internet-Seiten sollten zu den selbst festgelegten Stichwörtern passen und in einer optimalen Keyword-Dichte von zwei bis fünf Prozent vorliegen, das heißt., auf 100 Wörter kommen zwei bis fünf wichtige Schlüsselwörter. Ein gutes englisches Analyse-Tool findet sich unter www.webjectives.com/keyword.htm.

Backlinks: Verlinkungen von externen Seiten auf die eigene Homepage steigern für Google die Bedeutsamkeit einer Seite. Deshalb kann es sich lohnen, die eigene Seite bei Online-Branchenverzeichnissen oder anderen Seiten mit einem eigenen hohen PageRank anzumelden, z.B. www.dmoz.de.

Programmierung: Programmieren Sie Ihre Seite suchmaschinen-freundlich in standardkonformem HTML. Vermeiden Sie bestimmte Techniken, mit denen Suchmaschinen nur wenig anfangen können wie z.B. Frames, Image-Maps, Java-Applets, Flash-Menüs sowie Startseiten, die nur aus einem Flash-Intro oder einem Logo ohne Text bestehen.

Von Thomas Busch

Weitere Infos (als pdf-Dateien):
Tools zur Kontrolle
Checkliste zur Suchmaschinen-Optimierung
Verzeichnisse mit Suchmaschinen-Optimierern
Wichtige Fachbegriffe schnell erklärt


Mehr dazu:
Suchmaschinen: Die Schlacht um die begehrte Pole-Position

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Leserkommentare

10.08.2015 02:18:37 Uhr
Die Redaktion

zitiere Klaus Wellert:

Das hört sich sehr gut an, aber wenn jeder sein Ziel erreichen würde, dann gebe es ja nur top 10 Seiten. Wo kommen dann duie anderen hin?

Hallo Herr Wellert,

natürlich gibt es bei Google nicht nur vordere, sondern auch hintere Plätze. Da Google seine genauen Bewertungskriterien geheim hält und deren Gewichtung ohne Vorankündigung in unregelmäßigen Abständen ändert, kann eine Website-Optimierung also nur näherungsweise die aktuellen Bewertungsalgorithmen treffen. Und genau damit beschäftigen sich professionelle SEO-Agenturen: Die Bewertungskriterien zu entschlüsseln und dafür zu sorgen, dass Kunden-Webseiten in den Google-Trefferlisten nicht nur einmalig auf den vorderen Plätzen stehen, sondern dort auch langfristig bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Busch

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21.07.2015 07:48:47 Uhr
Klaus Wellert

Das hört sich sehr gut an, aber wenn jeder sein Ziel erreichen würde, dann gebe es ja nur top 10 Seiten. Wo kommen dann duie anderen hin?

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