W-LAN: Das kabellos vernetzte Büro

Heute muss kein Betrieb mehr Kabel verlegen, um PCs, Notebooks, Drucker, Handys und externe Festplatten im Büro miteinander zu verbinden: Per W-LAN lässt sich jedes Hardware-Element zuverlässig in ein Netzwerk einbinden.

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Ein „Wireless Local Area Network“ (W-LAN) wird von rund 40 Prozent aller deutschen Haushalte und von immer mehr Betrieben genutzt, um ein eigenes Intranet aufzubauen – ganz ohne Kabel-Stolperfallen oder durchbohrte Wände.

Das Surfen, Drucken und der Zugriff auf externe Festplatten per Funk ist in den meisten Unternehmen noch nicht selbstverständlich: Oft werden viele hundert Meter Kabel verlegt, um alle Computer und Peripherie-Geräte miteinander zu vernetzen. Dies ist zwar eine der zuverlässigsten Methoden, aber leider auch die unflexibelste.

Vorteile liegen auf der Hand

Die Vorteile eines drahtlosen W-LAN-Netzes liegen auf der Hand: Es gibt keine Kabel-Stolperfallen mehr, neue Geräte lassen sich unabhängig vom Standort ins Netzwerk einfügen und Mitarbeiter können in jedem Raum oder sogar draußen vor dem Büro mit ihrem Notebook auf das Firmen-Netzwerk zugreifen oder online gehen.

Mittlerweile gibt es immer mehr Produkte, die W-LAN-Netze unterstützen, unter anderem Webcams, Digital- und Überwachungskameras, Camcorder, Handys, PDAs, Stereo-Anlagen und MP3-Player. Um ein W-LAN-Netzwerk aufzubauen, wird lediglich ein W-LAN-fähiger Router benötigt. Die Kosten liegen je nach Ausstattung und Hersteller zwischen 25 und 250 Euro.

Drahtloses Drucken besonders konfortabel

Sobald der Router ans DSL-Netz angeschlossen ist, können alle PCs, Notebooks und sonstigen Geräte auf das Internet zugreifen. Ein W-LAN-USB-Stick (ab etwa 20 Euro) macht auch ältere PCs in Sekundenschnelle W-LAN-tauglich. Beim Kauf von neuen Notebooks sollte darauf geachtet werden, dass W-LAN bereits integriert ist und nicht über eine externe Lösung nachgerüstet werden muss – denn USB-Lösungen sind deutlich strom-hungriger, wodurch die Akkulaufzeit rapide abnimmt.

Besonders komfortabel ist auch das drahtlose Drucken: Viele Office-Drucker bringen heute bereits serienmäßig ein integriertes W-LAN-Modul mit. So greifen nicht nur die Büro-Mitarbeiter überall und jederzeit ganz ohne Kabel auf den Drucker zu, auch Außendienst-Kollegen, die sich per Notebook mobil ins Firmennetz einwählen, können Unterlagen direkt an den heimischen Printer senden.

Externe Festplatten und Überwachungskameras

Auf diese Weise landen viele Angebote, die unterwegs erstellt werden, mit Hilfe der Büro-Mitarbeiter schneller beim Kunden. Auch in vielen anderen Bereichen kann die W-LAN-Technologie Zeit und Vernetzungsaufwand spürbar einsparen: Wer sich eine Digitalkamera mit W-LAN zulegt, kann die Bilder direkt drahtlos an ein Notebook, einen PC oder eine beliebige Festplatte im Firmennetzwerk übertragen.

Externe Festplatten mit integriertem W-LAN eignen sich bestens für schnelle Daten-Backups oder als File-Server. Eine ganz neue Dimension der mobilen Kontrolle bieten Überwachungskameras mit W-LAN: Diese senden das aktuelle Bild bei Bedarf direkt auf ein Notebook oder ein Handy, das irgendwo auf der Welt ans Internet angeschlossen ist.

Von Thomas Busch

Mehr dazu:
Die W-LAN-Standards im Überblick (pdf-Datei)
Wichtige Fachbegriffe schnell erklärt (pdf-Datei)

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