IHM: Das Handwerk trifft sich in München

Digitalisierung, Existenzgründung, Innovationen, neue Werkstoffe – die Internationale Handwerksmesse bietet ein großes Informations- und Weiterbildungsangebot für alle Gewerke.

Handwerk
Auf der Internationalen Handwerksmesse in München finden Fachbesucher aller Gewerke interessante Informationen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Vorjahr präsentierte etwa Schreiner Philipp von Manz aus Breitenberg sein Gewerk auf der Sonderschau Exempla. (Foto: GHM)

"Made in Germany. Das Original. Echt bei uns im Handwerk", lautet das Motto der Internationalen Handwerksmesse vom 8. bis 14. März. Es soll sich bei den Ausstellern in allen Hallen und speziell in den Sonderschauen widerspiegeln. Unter anderem auf dem Gemeinschaftsstand "Land des Handwerks" mit Vorzeigebetrieben aus ganz Deutschland, der Sonderschau "Innovation gewinnt!", auf der Produktneuheiten aus dem und für das Handwerk vorgestellt werden sowie in der Fachbesucherlounge "Treffpunkt Handwerk" und der eigenen Motto-Themenfläche "Fokus. Made in Germany". "Hammer und Säge, inzwischen auch Tablet, Smartphone oder Drohnen sind wichtige Werkzeuge für das Handwerk. Auf der Messe erhalten Besucher drei weitere wichtige Werkzeuge für eine erfolgreiche Zukunft: Wissen, Kontakte und Ideen", so Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH.

Warum das Motto gerade jetzt so aktuell ist, erklärt der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer: "Erstens: Deutschland entdeckt das Handwerk gerade neu, versteht, das Handwerk so viel mehr ist als "Mann mit Schaufel". Zweitens: Im Ausland wird Handwerk aus Deutschland immer beliebter – wir exportieren vom traditionsreichen Original, dem Dresdner Christstollen, bis zum High-Tech-Produkt Roboter Werkzeug; dazu werden immer häufiger Dienstleistungen mitverkauft, die mit der digitalen Entwicklung erst möglich werden. Drittens: Handwerk ist entscheidender Teil vieler industrieller Wertschöpfungsketten und damit für den aktuellen Erfolg des "Made in Germany" insgesamt mitverantwortlich."

Besucherlounge: "Treffpunkt Handwerk" 

 

HandwerkIn der Fachbesucherlounge "Treffpunkt Handwerk" im Eingang West beantworten Experten Fragen. Betriebsinhaber erfahren dort zum Beispiel, wie sie neue digitale Technologien sinnvoll einsetzen, wie sie ihr Unternehmen vor Hackerangriffen schützen und welche Möglichkeiten Suchmaschinen und Social Media für die Kundengewinnung bieten. Digitalisierung ist auch Thema am Stand des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort beraten an allen Messetagen Experten des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, dessen Gründung auf der Internationalen Handwerksmesse 2016 offiziell verkündet wurde. Seine Aufgabe ist es, Fach‐ und Führungskräfte von Handwerksunternehmen über Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien zu informieren und sie bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen.

Einen wichtigen Platz auf der Internationalen Handwerksmesse nimmt das Thema "Handwerk & Design" ein. Die Sonderschauen "Exempla", "Talente", "Meister der Moderne" und "Schmuck" locken jedes Jahr Liebhaber ausgefallener Unikate und tragbarer Kunstwerke nach München. Da sich viele Begleitveranstaltungen insbesondere rund um den Schmuck gruppieren, gibt die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH als Messeveranstalter erstmals einen eigenen Schmuck-Stadtplan mit allen wichtigen Veranstaltungen und Terminen heraus. Die Themenfläche "Fokus. Gesund Bauen" informiert Fachbesucher über nachhaltige Baustoffe, Wohngesundheit und Baubiologie. Darüber hinaus ist die IHM in München auch im kommenden Jahr das offizielle Spitzentreffen des Handwerks. Vertreter aus Kammern und Verbänden treffen hier Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Erwartet wird auch wieder der Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

 

Rund 1.000 Aussteller aus etwa 60 Gewerken kommen vom 8. Bis 14. März nach München. Tagesticket pro Person: 13 Euro, Tagesticket Gruppe 12 Euro (ab 10 Personen), Tagesticket ermäßig 10 Euro.

Weitere Informationen zur Messe gibt es im Internet.

Foto: 123rf

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