Samstag, 27. August 2016
Handwerksblatt Logo
Anzeige

Einbruchschutz lohnt jetzt doppelt

Dank des neuen Förderprogramms „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung" können Eigentümer und Mieter jetzt bis zu 1.500 Euro Zuschuss erhalten, wenn sie Alarmanlagen und einbruchsichere Türen vom Fachhandwerk einbauen lassen.

Handwerk
Foto: 123rf

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2014 in Deutschland etwa 150.000 Diebstähle gemeldet, die Täter haben fast eine halbe Milliarde Euro erbeutet. Um es Einbrechern schwerer zu machen, hat die Bundesregierung das Förderprogramm "Kriminalprävention durch Einbruchsicherung" gestartet, in das sie jährlich zehn Millionen Euro investiert.

Bisher hat die KfW-Bankengruppe im Rahmen von energetischen Sanierungen und barrierefreien Umbauten auch Maßnahmen zum Einbruchschutz gefördert. Jetzt können sich Eigentümer, Genossenschaften oder Mieter mit Erlaubnis des Vermieters auch unabhängig davon den Einbau von Alarmanlagen, sicheren Fenstern und Türen bezuschussen lassen. Gefördert werden 20 Prozent der Gesamtkosten, allerdings maximal 1.500 Euro. Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Umbauarbeiten bei der KfW gestellt werden. Wichtig ist auch, dass eine zertifizierte Fachfirma beauftragt wird.

Foto: 123rf
Handwerkskammer reagiert auf Einbrüche
Smart Home: Bequem aber nicht ohne Risiko
Passworte werden zu selten gewechselt
Fördermittel für Bauherren

Leserkommentare

27.06.2015 02:13:45 Uhr
Stefan Ludwig

Das Förderprogramm ist eine weitere Entwertung des Meisterbrief. Ein Betrieb mit mehreren Tischlermeistern und großer Erfahrung z.B in der Montage von geprüften Holz Einbruchschutztüren oder Fenstern (nur nach eindeutig vorgegebener Einbauvorschrift des Herstellers fachgerecht), benötigt nun ein Zertifikat um eine Förderwürdige EB Türe zu montieren. Auf fachgerechte Montage sollte es ankommen. Es stellt sich die Frage für die nachwachsende Handwerks Generation ob eine Investition in den Meisterbrief überhaupt noch lohnt, oder ist es mittlerweile wertiger in eine Sammlung von unübersichtlichen zertifizierten Seminaren zu investieren was die Sache für den Endverbraucher nicht einfacher machen wird. Tatsache ist jedoch das von unserer Handwerkskammer wieder mal,kein Wiederstand gegen diese Entwertung des großen Befähigungsnachweis in Ansätzen erkennbar ist. Ist das eventuell noch gar nicht erkannt worden? Der Zahlungseingang der Pflichtbeiträge ist ja gesetzlich geregelt warum auch.....

Zitieren
nach oben