Freitag, 27. Mai 2016
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Handwerker 2.0: Der Kontakt zum Kunden ist für Handwerker das zentrale Element bei der Nutzung des Internets, um Bestandskunden zu pflegen und sich neue Kreise zu erschließen. Das belegt die brandaktuelle, repräsentative Trendstudie des Deutschen Handwerksblatts.

 

Auch das Handwerk möchte von der Bequemlichkeit der Kunden profitieren, die vom Schreibtisch aus per Mausklick Waren bestellen. Jeder zehnte Handwerker verfügt derzeit über einen eigenen Onlineshop, um seine Produkte – neben der eigentlichen handwerklichen Dienstleistung – an den Mann oder die Frau zu bringen. Voraussichtlich wird sich die Zahl der Online-Shops, die einen Handwerker als Inhaber im Impressum stehen haben, bald verdreifachen, denn rund 20 Prozent der Handwerker planen demnächst, einen Online-Shop zu nutzen. Das belegt die repräsentative Trendstudie „Handwerker 2.0“ des Deutschen Handwerksblatts, die im Frühjahr 2011 rund 600 Handwerker zu ihrer Nutzung der digitalen Kommunikation online befragt hatte.

Wie sehr das Internet das Leben der Betriebsinhaber mitbestimmt, zeigt schon die Tatsache, dass vier von fünf Befragten gleich mehrmals täglich im Netz surfen. Bis auf eine verschwindend kleine Minderheit von zwei Prozent gehört der tägliche Online-Abruf zum Pflichtprogramm. Der entscheidende Vorteil des Datenhighways: Er ermöglicht kontinuierlichen Kundenkontakt, um den bestehenden Kundenstamm zu pflegen und mit Informationen zu versorgen, aber auch und vor allem, um neue zu akquirieren.

interaktivitaeten88 Prozent der Befragten wollen über das Internet neue Kundenkontakte knüpfen, rund 75 Prozent versprechen sich von ihrem Onlineauftritt konkrete Wettbewerbsvorteile, zwei Drittel nutzen es zur Kundenpflege. Jeder zweite Befragte hofft zudem auf konkrete Aufträge, die übers Netz hereinkommen. „Das Internet ist für mich Eintrittskarte in die digitale Welt. Ich kann mit meiner Zielgruppe im Netz kommunizieren und erhalte so Aufträge, die ich mit klassischen Werbe- und Marketingaktionen nur schwer bekäme“, bestätigt denn auch Sarah Franz, Goldschmiedemeisterin und Inhaberin des Betriebes Goldschmiede Sieber in Bad Kreuznach.

Dabei machen die Handwerker weit mehr, als nur einfach ihre Adresse ins Netz zu stellen. „Das Web bietet mir die Chance, meine Referenzarbeiten darzustellen“, sagt etwa Achim Klemm, Malermeister und Inhaber des 1945 gegründeten Malerbetriebs Klemm in Ludwigshafen: „Weil ein Bild mehr sagt als tausend Worte, ist mein Internetauftritt eine Art Zeugnis und Visitenkarte, um Kunden von den Qualitäten unseres Betriebs zu überzeugen.“

anwendungenDas wird natürlich auch über die neuen, modernen digitalen Kanäle kommuniziert. Was früher das Branchenbuch war, ist heute Gelbe Seiten online und nur ein Drittel verzichtet auf einen Eintrag. Unverzichtbar ist für die meisten zudem Google Maps. Statt teurer Navigationsgeräte reicht der Klick, um sich Fahrtwege anzeigen zu lassen – und das machen immerhin vier von fünf Befragten. Auch YouTube steht in der Beliebtheit weit vorne. Über 56 Prozent der Befragten nutzen es, vornehmlich um sich Filme anzuschauen, aber auch um Sachen zu posten. 6,6 Prozent planen aber außerdem, selbst Filme online zu stellen. Wie wichtig die neuen sogenannten Social Media-Plattformen geworden sind, zeigt die Tatsache, dass 43 Prozent bereits Facebook nutze. Ein weiteres Drittel bedient sich des Netzwerkes Xing. Hier waren Mehrfachnennungen möglich. Die Auswertung zeigt: Wer auf Social Media setzt, bedient sich dann gleich mehrerer Kanäle. Mehr als acht Prozent wollen Facebook zukünftig im Marketingmix einplanen, so dass in absehbarer Zeit mindestens jeder zweite Befragte einen Account aktiv nutzt.

 

Methoden-Steckbrief

Erhebungsart: Online-Umfrage
Basis: 579 Teilnehmer
Zeitraum: 18. Januar bis 30. April 2011
Quelle: Deutsches Handwerksblatt, Düsseldorf


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