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Oktober, 2009
So sparen Handwerker an der richtigen Stelle
Werben und dabei Geld sparen
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In Krisenzeiten gehören Werbebudgets zu den Ersten, die gekürzt werden. Derzeit wollen laut einer Umfrage zwei Drittel aller Handwerker ihre Werbekosten senken. Oft hat dies negative Effekte, weil weniger Werbung oft gleichbedeutend ist mit weniger Neukunden. Doch es kann auch sinnvoll sein, die Werbekosten zu reduzieren. Erfahren Sie, worauf es bei der Werbebudget-Optimierug ankommt.

Erfahrungsgemäß verfügen Handwerker nur in den wenigsten Fällen über ein geplantes Werbebudget. Oftmals werden Marketing-Aktivitäten planlos und eher willkürlich durchgeführt. Darum ist es zunächst wichtig, einen Überblick über die Werbeausgaben zu bekommen.

Werbebudget aufstellen

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Sammeln Sie zunächst alle Zahlen zu Ihren Werbekosten (z.B. über Eingangsrechnungen). Zum Werbebudget sollten Sie alles zählen, was mit der Außenkommunikation zu tun hat. Druckkosten und Mediakosten gehören genauso dazu wie Porto für Werbebriefe und ähnliches. Schulungen und Seminare können dem Budget zugerechnet werden, müssen es aber nicht zwingend. Es geht bei der Aufstellung des Werbebudgets nicht um eine wissenschaftliche Arbeit. Vielmehr ist das Ziel, dass Sie einen konkreten Überblick über Ihre Werbekosten bekommen. Wenn Sie wollen, können Sie die Einzelposten in Gruppen einteilen, um einen besseren Überblick zu bekommen. Das können Mediakosten (Anzeigenschaltung, Radiowerbung usw.), Druckkosten, Gestaltungskosten usw. sein.

Klare Ziele sparen Werbekosten

Grundvoraussetzung für ein effizientes Werbebudget ist eine klare Zielsetzung. Nur wenn Sie Ihre Ziele kennen, können Sie uneffektive Werbemaßnahmen aussortieren. Wenn Sie Ihren Bekanntheitsgrad steigern wollen, werben Sie natürlich anders, als wenn Sie nur direkt Kunden gewinnen wollen. Überlegen Sie zunächst, welche Ziele Sie mithilfe Ihrer Werbung erreichen wollen. Das ist auch wichtig um einzuschätzen, wie viel Werbebudget gestrichen werden kann. Wenn Ihr Ziel z.B. eine starke Expansion wäre, sollten Sie nur Kosten einsparen, die absolut keinen Erfolg bringen. Und dieses Geld dann für andere Aktionen einsetzen.

Konkrete Kostenfallen

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Die Erfahrung in der Marketingberatung für Handwerksbetriebe zeigt, dass vor allem bei Branchenbüchern gespart werden kann. Grundsätzlich kann ein Eintrag in den klassischen Branchenbüchern zwar sinnvoll sein, oft zeigt sich aber, dass der Erfolg unzureichend und seit Jahren sinkend ist. Das liegt an der geänderten Suchstruktur Ihrer Zielgruppe. Heute suchen 79% aller Deutschen mit Internetzugang Firmen über Internet-Suchmaschinen wie Google. Selbst ältere Menschen nutzen das Internet verstärkt. Dadurch sinkt die Wirkung von Branchenbüchern. Das gilt erfahrungsgemäß auch für Online-Verzeichnisse, die oft gar keine Klicks bringen. Prüfen Sie, ob Sie hier Kosten sparen können. Wie bei jeder Werbeausgabe ist eine individuelle Beurteilung durch Sie natürlich unverzichtbar.

Anzeigen nur dort schalten, wo es sich lohnt

Auch bei der Anzeigenschaltung können schnell ein paar tausend Euro gespart werden. Prüfen Sie die Erfolge der Anzeigen in allen Zeitungen, in denen Sie schalten. Da Anzeigenwerbung als Imagewerbung anzusehen ist, sind die Erfolge hier nur schlecht messbar. Ziehen Sie als Hilfsmittel die Mediadaten der Zeitung heran. Anhand dieser können Sie errechnen, in welcher Zeitung Sie die günstigsten Kontakte bekommen. Das funktioniert mit dem TKP, dem Tausender-Kontakt-Preis. Dazu teilen Sie einfach die Auflage der Zeitung durch die Kosten Ihrer Anzeige. Fairerweise muss das Anzeigenformat natürlich immer gleich sein. Auch hier sollte eine individuelle Prüfung vorgenommen werden. Überlegen Sie wertneutral, welche Erfolge welche Zeitung schon gebracht hat. Am Besten können Sie diese auch über Controlling-Kennzahlen nachvollziehen.

Fragen Sie die Kunden! Und halten Sie die Ergenisse fest mit Werbe-Controlling

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Sinnvolles Kostensparen heißt, nur da zu sparen, wo der Werbeerfolg ausbleibt. Dazu können Sie auf Ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Doch diese sind meist subjektiv und somit nicht immer hilfreich. Fragen Sie jeden Kunden, wie er auf Sie aufmerksam wurde. Dieser Tipp wird immer wieder genannt, aber fast nie umgesetzt. Dabei liefert Ihnen diese Methode ohne Zeitaufwand relativ genaue Werte. Wichtig ist, dass Sie die Ergebnisse schriftlich festhalten. Dazu reicht eine Strichliste. Ansonsten spielt Ihr Gehirn Ihnen womöglich einen Streich und Sie vergessen wichtige Ergebnisse. Das kann zu teuren, falschen Entscheidungen führen. Ebenfalls ein guter Anhaltspunkt sind die Zugriffe auf Ihrer Website. Sind diese z.B. am Tag einer Anzeigenschaltung deutlich erhöht, spricht das absolut für den Erfolg der Anzeige.

Den Horizont erweitern – neue Werbeformen testen

Werbekosten senken heißt auch Neues ausprobieren. Nur so können Sie effektivere, erfolgreiche Wege finden und erfolglose Wege aussortieren. Wenn Sie nicht auf Erfahrungen von Fachleuten zurückgreifen können, sollten Sie in jedem Werbebudget einen Teil für neue Werbemaßnahmen vermerken. So erzielen Handwerker z.B. mit Radio-Werbung immer wieder gute Erfolge. Für manchen Betrieb kann auch gut gemachte Kino-Werbung eine lohnende Investition sein. Und investieren Sie auf jeden Fall ins Online-Marketing. Studien beweisen, dass Sie heutzutage die meisten Kunden im Internet gewinnen können, Empfehlungen natürlich ausgenommen.

Das Wichtigste für ein effizientes Werbebudget sind eine klare Zielsetzung und die regelmäßige Erfolgskontrolle mit Controlling-Kennzahlen. Bleiben Sie am Ball, dann werden Sie jährlich ein paar tausend Euro sparen.

Dirkes

Daniel Dirkes
Der Autor ist Inhaber & Marketingberater von

ARTLAND MARKETING in Merzen

 

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