Dienstag, 27. September 2016
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Wohnungsbau: Investitionsklima verbessern

Die Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat die Abschlussberichte des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen vorgelegt. Sie enthalten Empfehlungen, wie das Investitionsklima für den Wohnungsbau verbessert werden kann. Das Handwerk begrüßt die empfohlenen Maßnahmen.

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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützt die in den von der Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgelegten Abschlussberichten des Bündinisses für bezahlbares Wohnen und Bauen enthalten Empfehlungen zur Verbesserung des Investitionsklimas für den Bau von kostengünstigen Wohnungen und für den Wohnungsbau insgesamt. Der ZDH hat sich seit 2014 in die Beratungen der einzelnen Arbeitsgruppen des Bündnisses eingebracht.

Der ZDH hält die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen des Bündnisses für geeignet, das Investitionsklimafür den Wohnungsbau zu verbessern. Vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach kostengünstigen Wohnungen und den Anforderungen der Flüchtlingsintegration sei dies von höchster Priorität. Auch die Fachkräftesicherung des Handwerks an innerstädtischen Standorten hänge maßgeblich vom Vorhandensein bezahlbaren Wohnraums ab.

Die vorgeschlagenen Verbesserungen von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten müssten deshalb schnell umgesetzt werden. Die entsprechenden Überlegungen des Bundesfinanzministeriums seien ausdrücklich zu begrüßen. Der ZDH fordert zudem die Länder auf, hier schnell zu einer Einigung beizutragen. Für das Handwerk, das in den Aufbau von Kapazitäten und in die Ausbildung von Fachkräften investiert, sei eine längerfristige Perspektive der Maßnahmen zur Wohnungsbauförderung wichtig, um Planungssicherheit zu gewinnen.

HandwerkNachhaltige Lösungen für alle Nutzer gefordert

Ein zentraler Aspekt sei die vermehrte Bereitstellung von Bauland und die Aktivierung von innerörtlichen Entwicklungspotenzialen. Im Zuge eines gesteigerten Wohnungsbauvolumens dürften Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Ziel muss nach Ansicht des ZDH auch in Zukunft die Sicherung und Schaffung nutzungsgemischter Quartiere mit einer Zuordnung von Wohnen und Arbeiten und die Vermeidung von weiterer Verdrängung der Betriebe sein. Der Verband begrüßt, dass die entsprechenden Anregungen des Handwerks in die Berichte des Bündnisses übernommen wurden.

Das Handwerk begrüßt auch, dass die Vereinfachung von Mischnutzungen von Wohnen und Gewerbe durch neue gemischte Baugebietskategorien und die Weiterentwicklungen des Lärmschutzrechtes geprüft werden soll. Es müssten jedoch nachhaltige Lösungen für alle Nutzer gefunden werden. Es gälte zu vermeiden, dass durch eine bloße Herabsetzung des Schutzniveaus der Wohnnutzung mittelfristig Konflikte entstehen, die im Resultat zur weiteren Verdrängung von gewerblichen Nutzungen führen.

Fotos: 123rf
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