Kfz-Gewerbe gegen Diesel-Verbot

Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe verurteilt die Forderung des Umweltbundesamtes, Dieselfahrzeuge bis einschließlich Schadstoffklasse Euro 5 aus den Innenstädten zu verbannen.

Handwerk
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Als "Attacke gegen Einzelhandel, Handwerk und Verbraucher" bezeichnet der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) die Forderung des Umweltbundesamtes (UBA), Dieselfahrzeuge bis einschließlich der Schadstoffklasse Euro 5 aus den Innenstädten zu verbannen. Betroffen wären von dem Verbot laut ZDK rund 13,4 Millionen Pkw sowie etwa 2,1 Millionen Kleintransporter bis 3,5 Tonnen.

Bei Warenbelieferung oder etlichen Handwerksleistungen müssten Verbraucher als Folge eines solchen Verbots mit Einschränkungen rechnen, prophezeit ein Sprecher des Verbandesm denn viele Handwerker und Logistikdienstleister setzten auf die verbrauchsarme Dieseltechnik. Da rund 30 Prozent aller Pkw die Innenstädte meiden müsst und damit Fahrten zum Einkaufen nicht mehr möglich seien, hätte auch der innerstädtische Einzelhandel mit Einbußen zu rechnen.

ZDK: "Keine Anpassung des Steuersatzes!"

Auch die vom UBA geforderte Anpassung des Steuersatzes auf Dieselkraftstoff verurteilt der ZDK. Die Forderung lasse außer Betracht, dass die ohnehin schon teureren Dieselfahrzeuge durch die Kraftfahrzeugsteuer höher belastet werden als Benziner, so der ZDK-Sprecher. Dieselfahrer würden bei der geforderten Anpassung dreifach zur Kasse gebeten: beim höheren Anschaffungspreis, bei der Steuer und schließlich beim Kraftstoff. Das träfe vor allem viele Millionen Berufspendler, die sich für sparsame und effiziente Dieselfahrzeuge entschieden hätten. Außerdem lasse sich der von der Europäischen Union für das Jahr 2020 geplante CO2-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer ohne den Verbrauchsvorteil des Diesels nicht einhalten, so der ZDK.

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