Mindestlohn-Evaluierung zu früh

Die "Nagelprobe" für den gesetzlichen Mindestlohn steht noch aus, das erklärte ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte im Handelsblatt. Eine Evaluierung 2016 hält er für "verfrüht".

Handwerk

"Der gesetzliche Mindestlohn ist und bleibt ein schwerwiegender Eingriff in die Tarifautonomie", das betonte ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte im Handelsblatt. Seine negativen Auswirkungen werden momentan von der guten Konjunktur- und Arbeitsmarktsituation größtenteils aufgewogen.

"In einer solchen Schönwetterlage ist die vom Gesetz ebenfalls für Mitte 2016 vorgesehene Evaluierung ebenso verfrüht wie der trügerische Jubel der Befürworter. Das sagen auch alle seriösen Wissenschaftler", so Schulte. Die eigentliche Nagelprobe stehe noch aus.

In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Mindestlohnkommission entscheidet alle zwei Jahre (erstmalig bis zum 30. Juni 2016 für den 1. Januar 2017) über die Anpassung der Höhe des Mindestlohns. Quelle: ZDH
Foto: Ortrud Stegner
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