Mittwoch, 01. Juni 2016
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Schützen Sie Ihre Betriebsgeheimnisse!

Kundenkontakte, Erfindungen oder das streng gehütete Backrezept sollten nicht in fremde Hände fallen. Was Chefs gegen untreue Mitarbeiter tun können.

Akten mit schloss 123rf
Foto: 123rf

Der Geselle kopiert die Kundendaten vom Firmencomputer und eröffnet dann ein Konkurrenzunternehmen. Oder leitet einen Auftrag an einen Wettbewerber weiter. Solche unschönen Fälle sind leider nicht selten. Aber auch wenn ein Kollege ohne Streit weggeht, sollten Firmenchefs das betriebliche Know How schützen.

„Grundsätzlich verpflichtet schon der Arbeitsvertrag den Arbeitnehmer zur Verschwiegenheit, auch ohne eine besondere Vereinbarung", weiß Matthias Herold, Fachanwalt für Arbeitsrecht, „aber eine Geheimhaltungsklausel für alle Geschäftsgeheimnisse und betrieblichen Vorgänge macht immer Sinn, besonders in Verbindung mit einer Vertragsstrafe." Gerade Letztere sensibilisiert die Arbeitnehmer für die Problematik und animiert so manch einen, es sich zweimal überlegen.

beitrag-lexikon-200x100Klausel darf nicht zu weit gefasst sein

Die Formulierung einer solchen Verschwiegenheitsklausel ist nicht ganz einfach: Was genau unter dem Begriff „Betriebs-oder Geschäftsgeheimnis" zu verstehen ist, beurteilt am Ende nicht der Unternehmer, sondern das jeweils zuständige Gericht. Und die Richter sind in ihrem Verständnis deutlich zurückhaltender als der Chef.

„Eine genaue Aufzählung der geschützten Geheimnisse ist daher ratsam. Denn ist die Klausel zu weit gefasst – wird etwa der Arbeitnehmer zur Geheimhaltung aller ihm bekannt gewordenen betrieblichen Tatsachen verpflichtet – ist die Klausel unverhältnismäßig und damit nichtig", erklärt der Fachanwalt.

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