Noel Knöckel bringt den Reifen wieder zum Rollen

Acht Stunden Zeit hatten die Teilnehmer beim PLW im Reifenhandwerk, um einen zweiteiligen Arbeitsauftrag zu meistern. Den Sieg holte sich der hessische Landessieger Noel Knöckel.

Erster Bundessieger beim PLW des Reifenhandwerks mit 85,7 Punkten wurde Noel Knöckel (M.). Für seine Top-Leistung ist er mit einem Prämienscheck von Wettbewerbssponsor Goodyear Dunlop sowie einem Platz in einem der Weiterbildungslehrgänge zum "BRV-Juniormanager im Reifenfachhandel" belohnt worden; Foto: Stahlgruber-Stiftung

Sechs Landessieger waren in diesem Jahr der Einladung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) gefolgt, in den Schulungsräumen der Stahlgruber-Stiftung München um den Bundessieg im "Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – Profis leisten was (PLW)" zu konkurrieren.

HandwerkInnerhalb von acht Stunden mussten die Wettbewerbsteilnehmer einen zweiteiligen Arbeitsauftrag handwerklich sauber ausführen. Teil 1 verlangte, einen Pkw-Reifen mit Laufflächenschaden unter Beachtung der geltenden Richtlinien fachgerecht zu reparieren, nach Instandsetzung zu montieren und auszuwuchten. In Teil 2 mussten die Teilnehmer im Bereich der reparierten Stelle den Reifenaufbau durch abgestuftes Aufschneiden der Lauffläche freilegen. Dabei sollte die Reparaturstelle in der Mitte liegen; die übrigen Reifenteile durften bei der Arbeit nicht verletzt werden. Reifenhersteller Goodyear Dunlop, der seit vielen Jahren den Wettbewerb sponsert, hatte hierfür einheitlich präparierte Neureifen zur Verfügung gestellt.

Anspruchsvolle Aufgaben verlangen einiges ab

"Jeder der Landessieger ging rasch ans Werkeln. Besonders bemerkenswert waren im schwierigeren zweiten Teil der Prüfung die Techniken der einzelnen Teilnehmer beim Abstufen und die Handhabung der Werkzeuge", berichtet Heinz Laatsch, Vulkaniseurmeister und Schulungsleiter der Stahlgruber-Stiftung. Als Vorsitzender der dreiköpfigen Prüfungskommission hob er zudem die vorbildliche Einhaltung der geltenden Unfallverhütungsvorschriften hervor. Die Lösung der anspruchsvollen Aufgaben unter Zeit- und Konkurrenzdruck verlangte den Handwerksgesellen jedoch einiges ab: "Nach längerer Zeit zeigten einige Teilnehmer Konzentrationsschwächen und auch leises Kopfschütteln bei der Arbeit", so Laatsch.

HandwerkEin Blick auf die Gesamtergebnisse des langen Tages zeigt, dass der diesjährige Erstplatzierte die gestellten Aufgaben mit recht deutlichem Vorsprung gegenüber seinen Mitbewerbern bewältigt hat: Erster Bundessieger mit 85,7 Punkten wurde Noel Knöckel (Ausbildungsbetrieb: Reifen Hofmann GmbH & Co.KG, Bebra) aus Hessen. Platz 2 mit 68,3 Punkten ging an Pascal Glocker (Ausbildungsbetrieb: Reifen Schmid, Messkirch) aus Baden-Württemberg. Dritter mit 65,2 Punkten wurde Sebastian Pfleger (Ausbildungsbetrieb: Reifen Gressel, Würzburg) aus Bayern. Nicht mehr aufs Treppchen schaffte es Stefan Schuster aus Schleswig-Holstein, Moris Khalil aus Bayern und Jason Lankenau aus Bremen), die die Plätze vier bis sechs belegten.

Das ist der PLWDer Bundessieger wurde für seine Top-Leistung mit einem Prämienscheck von Wettbewerbssponsor Goodyear Dunlop sowie einem Platz in einem der Weiterbildungslehrgänge zum "BRV-Juniormanager im Reifenfachhandel" belohnt. Außerdem stiftete der Sponsor Sachpreise für alle Teilnehmer und der Verband dem Zweit- und Drittplatzierten je eine kostenlose Teilnahme am BRV-Reifenfachverkäufer-Lehrgang. "Ein ausdrücklicher Dank gilt der Prüfungskommission, Goodyear Dunlop sowie der Stahlgruber-Stiftung – ohne sie könnten wir den Bundeswettbewerb im Reifenhandwerk nicht realisieren", hebt BRV-Chef Peter Hülzer hervor. Prüfungsvorsitzender Heinz Laatsch fügt hinzu: "Danke an alle Beteiligten, für unser Handwerk etwas ‚Gutes zu tun‘." Und ergänzt mit Blick auf die rückläufigen Ausbildungszahlen im Reifenhandwerk: "An dieser Stelle möchte nochmals für diesen Bundesausscheid werben: Kommt und zeigt, dass es uns noch gibt!

 

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