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So fördern die Sachsen das Handwerk

Wie unterstützt das Bundesland kleine und mittlere Betriebe aus dem Handwerk? Der Freistaat bietet für die gewerbliche Wirtschaft eine breite Förderpalette an. Die Mehrzahl der Förderprogramme wird dabei von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln abgewickelt.

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Foto: 123rf

Mit Beginn der neuen EU-Förderperiode wird aber ab dem Jahr 2014 voraussichtlich auch für Sachsen weniger Kapital aus den Strukturfonds zur Verfügung stehen. „Dadurch wird eine neue Schwerpunktsetzung, Konzentration und Bündelung der Fördergelder erfolgen müssen", sagt Reinhard Schröter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Leipzig.

Die Kammer bringe sich bereits jetzt intensiv in verschiedenen Ausschüssen, Gremien und Arbeitskreisen bei der Sächsischen Aufbaubank oder im Sächsischen Wirtschaftsministerium ein, um die besondere Berücksichtigung von kleinen Unternehmen in der Förderlandschaft zu gewährleisten. „Uns geht es vor allem darum, eine massive Absenkung der Förderquoten zu verhindern und die Volumina bei der Antragstellung unternehmensgerecht zu fixieren", betont Schröter. Auch der Bürokratieabbau sei ein wichtiges Thema.

Mehr als die Hälfte des Geldes ging an KleinstbetriebeHandwerk

Das im Investitionsbereich auch in Sachsen am häufigsten genutzte Programm für die gewerbliche Wirtschaft ist der so genannte „GRW-Investitionszuschuss". In den vergangenen acht Jahren wurden im Freistaat Sachsen mit der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) Investitionen von fast 17 Milliarden Euro angeschoben. Mit den Zuschüssen in Höhe von 3,5 Milliarden wurden bis zum Jahr 2010 fast 280.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen. Etwa 58 Prozent dieser Zuwendungen flossen an Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern.

Die Zuschüsse können Unternehmen beantragen, die eine Errichtung oder Erweiterung einer Betriebsstätte, die Ausweitung der Produktion (Diversifizierung) oder eine grundlegende Änderung des gesamten Produktionsverfahrens planen. Aber auch wer einen Betrieb übernehmen will, der stillgelegt oder von Stilllegung bedroht ist, kann auf diese Kapitalspritze hoffen. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Kleine Firmen erhalten maximal 50 Prozent der Investitionskosten (im früheren Regierungsbezirk Leipzig max. 40 Prozent), bei mittleren Unternehmen sind es bis zu 40 Prozent (Leipzig: bis zu 30 Prozent).

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