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Keine Ausnahme mehr beim Staub

Ab Januar 2019 gilt der neue Arbeitsplatzgrenzwert für alveolengängige Stäube, sogenannte A-Stäube, von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter. Ausnahmen gelten dann nicht mehr.

Staub wie dieser kann gefährlich werden. Neue Grenzwerte sollen die Risiken minimieren. Foto: © nambulla/123RF.com
Staub wie dieser kann gefährlich werden. Neue Grenzwerte sollen die Risiken minimieren.

Wer auf dem Bau arbeitet, weiß, dass beim Fräsen, Schleifen oder Bohren zwangsläufig Staub entsteht. Oft in einem Ausmaß von 100 Milligramm pro Kubikmeter oder mehr. Diese alveolengängige Stäube oder auch A-Stäube können in die Lungenbläschen gelangen und sind deshalb besonders gefährlich.

Je nach Staubart können die Partikel Nasenschleimhautkrebs verursachen, Silikose oder Lungenkrebs. 1.479 Anzeigen auf Verdacht einer staubbedingten Berufskrankheit meldeten die gewerblichen Berufsgenossenschaften für 2016, 372 Berufstätige starben an den Folgen.

Jetzt Grenzwerte messen und über Maßnahmen informieren

Der Gesetzgeber reagiert darauf mit einer Erhöhung der Grenzwerte. Ab 1. Januar 2019 darf ein Grenzwert von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter für A-Stäube nicht mehr überschritten werden. Auch mit den Ausnahmeregelungen, die in bestimmten Fällen einen Grenzwert von 3 Milligramm pro Kubikmeter erlaubte, ist dann Schluss.

Wer den neuen Grenzwert bislang nicht einhalten kann, hat die Chance in entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen zu investieren. Berufsgenossenschaften wie die der Bauwirtschaft (BG BAU) informieren ihre Mitglieder über staubarme Produkte und Materialien sowie Arbeitsverfahren, die Möglichkeiten verschiedener Absaug- oder Belüftungsmechanismen oder -vorgaben. Für einige Arbeitsschutz-Maßnahmen wie den Kauf von Bau-Entstaubern und Luftreinigern können Betriebsinhaber auch Arbeitsschutzprämien von der BG Bau erhalten.

Text: / handwerksblatt.de

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