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Wo Steak draufsteht, soll auch Steak drin sein

Steak, Schnitzel oder Burger: Für Fleisch soll es einen europaweiten Bezeichnungsschutz geben. Der Fleischer-Verband, der Verband der Fleischwirtschaft und der Bauernverband finden das gut.

Ein Schnitzel ist ein Schnitzel (und kein Fleischimitat) – findet die Fleischbranche. Wer das nicht mag, kann ja die Bratkartoffeln essen. Foto: © Brent Hofacker/123RF.com
Ein Schnitzel ist ein Schnitzel (und kein Fleischimitat) – findet die Fleischbranche. Wer das nicht mag, kann ja die Bratkartoffeln essen.

Das Europäische Parlament setzt sich dafür ein, dass Fleisch und Fleischerzeugnisse EU-weit einen Bezeichnungsschutz erhalten – ähnlich dem Schutz für Milch und Milcherzeugnisse. Der Deutsche Fleischer-Verband, der Verband der Fleischwirtschaft und der Deutsche Bauernverband unterstützen die Initiative des EU-Parlaments. Sie stört das zunehmende Vermarkten von Fleischersatzprodukten. 

Der Verordnungsvorschlag für die Gemeinsame Marktordnung wurde unter Federführung des französischen Europa-Abgeordneten Eric Andrieu erarbeitet und betrifft vor allem die Bezeichnungen "Steak", "Schnitzel" und "Burger". 

Für die "Echtheit der Produkte"

Foto: © Svetlana Kolpakova/123RF.com Foto: © Svetlana Kolpakova/123RF.com Das ist ein veganer Burger mit Quinoa und Avocado. Nach dem Willen der EU und der Fleischbranche sollen sich die Hersteller und Restaurants in Zukunft einen anderen Namen für das Gericht ausdenken, denn Burger stehe für ein "echtes" Fleischprodukt.In einem gemeinsamen Schreiben der Verbände an Bundesernährungsministerin Julia Klöckner heißt es: "Als Erzeuger und Verarbeiter von Fleisch stehen wir für die Echtheit unserer Produkte ein. Gleichzeitig sind wir dem Grundsatz der Wahrheit und Klarheit in der Kennzeichnung verpflichtet."

Daher sei es Sicht nicht akzeptabel, wenn fleischfreie Lebensmittel mit Bezeichnungen benannt werden, die üblicherweise für Fleisch und Fleischwaren verwendet werden.

Die Verbände weiter: "Eine nationale Regelung in den Leitsätzen des Lebensmittelbuches stößt aus Sicht der Verbände in vielen Fällen an ihre Grenzen. Durch die Initiative des Europaparlaments besteht nun die Chance, auch hierfür einen EU-weiten Bezeichnungsschutz und damit Rechtssicherheit für Hersteller im gesamten Binnenmarkt herbeizuführen."

Text: / handwerksblatt.de

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