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Steuerförderung für Gebäudesanierung gefordert

Mehrere Verbände und Organisationen fordern von der Politik eine Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen und schlagen ein konkretes Steuermodell vor.

Damit Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen kann, müssten endlich die großen CO2- und Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden mobilisiert werden, erklärt das Bündnis von Verbänden und Organisationen (Foto: © Julian Addington-Barker/123RF.com)

Die neu zu bildende Bundesregierung soll eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive bei selbstgenutzten Ein- und Zwei-Familienhäusern und Wohnungen auszulösen. Diese Forderung haben der ein Bündnis aus führenden Verbänden und Organisationen, darunter der Zentralverband des Deutschen Handwerks, an die Politik gerichtet und ein konkretes Steuermodell vorgeschlagen, das in der Anfangsphase vorsieht, dass 30 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerzahlung abgezogen werden. Das Bündnis fordert die Parteien, die die neue Bundesregierung tragen, auf, diesen Vorschlag in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und die Maßnahme zügig umzusetzen.

Damit Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen kann, müssten endlich die großen CO2- und Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden mobilisiert werden. Der psychologische Effekt des Steuersparens sei ein unvergleichlich starker Hebel, der im bisherigen Fördermix fehle. Es werde ein Instrument benötigt, das attraktiv, technologieoffen und einfach umsetzbar ist, damit es die geforderte Wirkung entfaltet. Nur so werde der Stillstand bei der energetischen Gebäudesanierung überwunden und das Sanierungstempo nachhaltig gesteigert.

Auf den Gebäudesektor in Deutschland entfallen immer noch über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs und über 30 Prozent des CO2-Ausstoßes. Bei einem Großteil der rund 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. Die Sanierungsquote stagniere seit Jahren bei unter einem Prozent. Angesichts der inländischen Wertschöpfung von über 80 Prozent im Gebäudebereich würde eine steuerliche Förderung zu einem starken Konjunkturschub – besonders bei Mittelstand und Handwerk – führen. Zusätzliches Wirtschaftswachstum sowie Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen wären die Folgen. Das Bündnis hat zu seiner Forderung einen konkreten Modellvorschlag „Neuer Impuls für mehr Klimaschutz im Wärmemarkt“ vorgelegt.

Foto: © Julian Addington-Barker/123RF.com

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