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IHM: Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft

Beim Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft auf der IHM in München sichert Kanzlerin Angela Merkel den Spitzen der deutschen Wirtschaft zu: Lohnzusatzkosten bleiben unter 40 Prozent.

Handwerk
Bundeskanzlerin Angela Merkel (rechts) und ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer auf der Pressekonferenz nach dem traditionellen Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft auf der 70. Internationalen Handwerksmesse in München. Foto: © Michael Block

Aufatmen ließ die Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft nach ihrem traditionellen Gespräch mit der Bundeskanzlerin ganz besonders eine feste Zusage der bisherigen und künftigen Regierungschefin: Die Lohnzusatzkosten werden unter 40 Prozent bleiben. Eine wichtige Botschaft für die Unternehmen im Land.

Zuvor hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der 70. Internationalen Handwerksmesse in München mit den Spitzen von ZDH, DIHK, BDI und BDA eine Stunde lang über die anstehenden Themen der Bundespolitik ausgetauscht. Die anschließende gemeinsame Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin eröffnete Handwerks-Präsident Hans Peter Wollseifer und betonte durchaus erleichtert: "Wir sind sehr froh, dass wir jetzt wieder eine tragfähige Regierung bekommen."

Licht und Schatten im Koalitionsvertrag

Unabhängig davon sieht Wollseifer im Koalitionsvertrag aber durchaus Licht und Schatten für die Wirtschaft. Gute Ansätze gebe es für die berufliche Bildung und in der Digitalisierung. Etwas irritierend seien hingegen die Vorhaben in der Sozial- und der Arbeitmarktpolitik. Hier befürchte er mehr starre Regelungen, wo doch mehr Flexibilität gebraucht werde.

Bundeskanzlerin Merkel sieht im Koalitionsvertrag wichtige Weichenvorstellungen, so vor allem beim Bürokratieabbau, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Und auch sie betonte die hohe Relevanz der beruflichen Bildung, die als Säule im Bildungssystem nun gestärkt werden müsse. Zudem gelte es für die neue Bundesregierung, weiter an der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu arbeiten.

"Wermutstropfen" Soli

HandwerkIm Steuerbereich würden für die Unternehmen die Abschreibungsregelungen verbessert, sagte die Kanzlerin zu. Die nicht vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags bezeichnete sie dann aber als "Wermutstropfen", der den notwendigen Kompromissen mit dem Koalitionspartner geschuldet sei.

Die Positionen der vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft hatten diese bereits zum Gespräch mit der Bundeskanzlerin veröffentlicht. Die Gemeinsame Erklärung zum Münchener Spitzengespräch mit dem Titel "Deutschland zusammenhalten. Modernisieren. Sicherheit geben." haben wir online hier für Sie zusammengefasst.

Text: Michael Block
Fotos: © Michael Block

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