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DHB verlost Trikot-Unikat mit „Poldi“-Unterschrift

Handwerk
Foto: irisblende.

Kaum hatte "Poldi" sein Auto auf dem Parkplatz vor der JVA abgestellt, verbreitete sich die Kunde von seiner Ankunft von Flur zu Flur. Und als der 24-Jährige auf das von Zellengebäuden umgebene Fußballfeld lief, schwoll das rhythmisch geklatschte und gebrüllte "Lukas-Podolski" fast zu Stadionlautstärke an. Das Zusehen aus den vergitterten Fenstern machte zweifelsohne Spaß, aber für die 15 Jungen, die mit oder gegen "Poldi" dem Ball hinterherjagten, war es das bisher größte Erlebnis ihres Lebens.

Möglich gemacht hat es die Sepp-Herberger-Stiftung, die mit ihrem Projekt "Anstoß für ein neues Leben" zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Handwerk über das Fußballspielen Strafentlassenen Lebens- und Berufs-perspektiven eröffnen will. Verlangt werden von ihnen ausdauerndes Fußballtraining und konsequente schulische beziehungsweise berufliche Qualifizierung während der Haft. In den sechs Jugendstrafanstalten des Landes - Heinsberg, Herford, Hövelhof, Iserlohn, Köln (nur Mädchen) und Siegburg - engagieren sich die Sportübungsleiter und die Koordinatoren für berufliche Bildung gemeinsam dafür. Sie wünschen sich in jeder Handwerkskammer einen Ansprechpartner, der sie bei der Suche nach individuellen Lösungen für ihre haftentlassenen Schützlinge unterstützt.

Podolskis Besuch in der JVA war nicht nur für die Häftlinge ein Erlebnis. Ihr Idol ließ sich von Sportkoordinator Karl-Heinz Lichtenberg den Knastalltag schildern, staunte darüber, dass den einsitzenden Jungen weder der Besitz eines Handys noch der Internetzugriff erlaubt ist, und besichtigte eine Zelle. Sichtlich wohler als in dem sechs Quadratmeter kleinen Raum fühlte er sich auf dem Fußballplatz der Anstalt. Vorsichtig lotete er die Fähigkeiten seiner Mit- und Gegenspieler aus, die nach anfänglichem Respekt vor dem Profi sogar Zweikämpfe mit ihm wagten.

Nach einigen Torchancen auf beiden Seiten endete das Spiel 1:0 – Torschütze: Lukas Podolski. Der kam aber erst nach der Partie richtig ins Schwitzen, weil die Zahl derer, die auf T-Shirts, aus den Fenstern geworfenen Schuhen, nackter Haut und Fanartikeln Autogramme haben wollten, kein Ende nahm. Für einen der Inhaftierten eine besondere Trophäe: "Vielleicht kriege ich jetzt wenigstens mal Besuch, weil meine Mutter die Podolski-Unterschrift sehen will."

Wenn Sie das Trikot-Unikat mit "Poldi"-Unterschrift gewinnen möchten, senden Sie bis zum 20. August ein Fax mit dem Stichwort "Lukas" an: 0211/ 39 09 839 oder eine E-Mail an: redaktion@handwerksblatt.de.

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