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Baubranche erwirtschaftet Rekordsummen

Das Bauhauptgewerbe hat 2017 einen Umsatz von 114 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem Plus von sechs Prozent entspricht – und alle Erwartungen übertroffen hat.

Baustelle
Beste Aussichten für die Baubranche. Der Boom wird auch in diesem Jahr voraussichtlich weiter anhalten. Foto: © Dmitry Kalinovsky/123RF.com

Mit Rekordzahlen schließt das deutsche Bauhauptgewerbe das vergangene Jahr ab. Gerechnet hatte der Verband mit einem Umsatzplus von fünf Prozent, doch das wurde um ein Prozent übertroffen. Die Branche freut sich über einen Umsatz von 114 Milliarden Euro. 30.000 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und auch die Aussichten für 2018 bleiben positiv, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) am 23. Februar in Berlin mitteilte.


Besonders profitiert von der Baukonjunktur haben laut Verband vor allem große Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Sie erzielten Umsatzsteigerungen von 8,5 Prozent. Grund ist laut Verband, dass sie für Neubauten engagiert würden, die aktuell besonders gefragt seien. Kleine Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten seien hingegen mehr bei Baumaßnahmen im Bestand gefragt. Zudem spürten sie vermerkt den Fachkräftemangel, ihnen fehlt oft das Personal für die Aufträge.

Vor allem größere Betriebe profitieren von der anhaltenden Baukonjunktur

Größere Betriebe deckten ihren Bedarf laut Verband vermehrt durch Einsatz ausländischer Fachkräfte ab. Dementsprechend nahm die Zahl der deutschen Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr nur um ein Prozent zu, die der ausländischen um 16 Prozent. Insgesamt haben die Betriebe 30.000 mehr Mitarbeiter eingestellt und beschäftigen damit im Jahresdurchschnitt 812.000 Mitarbeiter.


Auch die Zukunft sieht rosig aus für die Branche. Die großen Betriebe meldeten für 2017 einen Zuwachs des Auftragseingangs von 6,6 Prozent. Im Dezember gab es sogar eine Steigerung um 24,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Um all diese Aufträge erfüllen zu können, wollen die Betriebe mehr Personal einstellen und ihre Investitionen erhöhen.

Auch 2018 wird der Boom weitergehen

Den größten Umsatz erwirtschafteten die großen Betriebe erneut im Wohnungsbau mit einem Umsatzplus von 11,6 Prozent. Niedrige Zinsen und fehlende Mietwohnungen in Ballungszentren sorgten hier für die Umsatzsteigerung. Diese Entwicklung soll sich laut Verband auch 2018 weiter fortsetzen, trotz Rückgang der Wohnungsbaugenehmigungen.Der Wirtschaftsbau legte um 8,4 Prozent im Vergleich zu 2016 zu. Gestiegene Bundesmittel für die Bahn und Investitionen des Verarbeitenden Gewerbes machten das möglich. Im Öffentlichen Bau gab es immerhin eine Umsatzsteigerung um 6,5 Prozent, der Straßenbau legte sogar um 7,7 Prozent zu. Gestiegene Auftragseingänge (um 7,2 Prozent) legen laut Verband nahe, dass es auch 2018 in dieser Sparte weiter boomen wird.

 

Text: Rainer Fröhlich
Foto: © Dmitry Kalinovsky/123RF.com

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