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Schwarzarbeit: Verdächtige anonym und online melden

Schwarzarbeit und illegale Machenschaften auf Deutschlands Baustellen florieren. Die Soka-Bau hat jetzt eine Online-Meldeplattform eingerichtet, auf der Zeugen anonyme Hinweise geben können.

Foto: © nito500/123RF.com

Die Soka-Bau möchte es Betrieben und Beschäftigten einfacher machen, Fälle von Schwarzarbeit zu melden. Hierfür hat sie eine Meldeplattform eingerichtet, auf der Wettbewerbsverzerrungen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse online gemeldet werden können. Dies kann man anonym oder mit seinem Namen tun.

Alles, was verdächtig erscheint, melden

Die Plattform richtet sich an Auftraggeber, Arbeitnehmer als auch an Personen, die Zur neuen Meldeplattformetwas Verdächtiges mitbekommen haben. Melden könnte man hier zum Beispiel Fälle von Mindestlohnunterschreitung, Scheinselbstständigkeit, unerlaubter Arbeitnehmerüberlassung, wirtschaftskriminelle Aktivitäten oder Menschenhandel.

Hinweise, die über die Plattform eingehen, werden von der Soka-Bau zunächst intern geprüft, heißt es. Die weiteren Schritte würden dann je nach Fall variieren.

Gegebenenfalls leitet die Soka-Bau die Informationen an das Hauptzollamt weiter.

Folgende Pflichtfelder müssen bei einer Meldung ausgefüllt werden:

- Name und Adresse des Unternehmens, das hinsichtlich Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgefallen ist
- Ortsangabe zur Baustelle
- Art der dort durchgeführten Tätigkeiten

Freifelder bieten dem Hinweisgeber außerdem die Möglichkeit, ausführlicher über das Beobachtete zu berichten. Sollten auch Fotos oder Dokumente vorhanden sein, können diese als digitale Anlage beigefügt werden. Freiwillig sind Angaben zur eigenen Person.

Quelle: Handwerkskammer Cottbus

Weitere Meldemöglichkeiten:

Jeder, der auf einer Baustelle merkt, dass etwas faul ist, kann dazu beitragen, dass die illegalen oder halblegalen Machenschaften aufgedeckt und verfolgt werden, sagt die Bauwirtschaft. Bereits durch eine anonyme Anzeige können in Verdachtsfällen Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zoll eingeleitet werden. "Je konkreter die Hinweise über Auffälligkeiten auf Baustellen, umso zielgerichteter kann die FKS vorgehen", heißt es im Infoflyer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe "Wege aus der Schwarzarbeit".

Ein Meldeformular für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung findet man auch auf den Internetseiten des ZDB. Auch die Sozialkassen nehmen Hinweise entgegen. Zum Beispiel die Soka-Bau auf ihrer neuen Meldeplattform . Ansprechpartner bei der Zollverwaltung (FKS) findet man ebenfalls im Internet.

Foto: © nito500/123RF.com

Text: / handwerksblatt.de

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