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Lohndumping: 800 Euro für Kfz-Mechatroniker

Der Inhaber einer Autowerkstatt wurde zur Nachzahlung von mehr als 6.000 Euro an einen Kfz-Mechatroniker verdonnert, dem er nach bestandener Ausbildung 1.035 Euro brutto bei einer 38,5-Stunden-Woche zahlte! Das ist "sittwidrig", sagten die Richter.

Handwerk
Mit seinen knapp über 1.000 Euro kam der junge Mann nur auf 55 Prozent des maßgeblichen Tariflohnes im Kfz-Gewerbe von Nordrhein-Westfalen. Netto "verdiente" der Kfz-Mechatroniker 800 Euro. Der Manteltarifvertrag in Nordrhein-Westfalen sieht für die Entgeltstufe 3 einen Bruttolohn von 1.765 Euro bei einer 36,5-Stunden-Woche vor.

Bei Lohndumping gibt es eine dicke Nachzahlung


Das Arbeitgericht Wuppertal stufte die Bezahlung deshalb als „sittenwidrig“ ein. Nach Auffassung der Richter ist eine Vergütung dann sittenwidrig, wenn sie mehr als ein Drittel unterhalb der ortsüblichen Vergütung liegt. In einem solchen Fall kann der Arbeitgeber, wenn er vor Gericht gewinnt, gegen seinen Arbeitgeber den Tariflohn beanspruchen.        bü/DHB

ArbG Wuppertal, Urteil vom 24.07.2008 – 7 Ca 1177/08

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