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Lohnnachweise zwei Jahre doppelt erstellen

Für die Meldejahre 2016 und 2017 müssen Arbeitgeber den summarischen Lohnnachweis an die Unfallversicherung sowohl elektronisch als auch in Papierform abliefern.

Handwerk
Foto: 123rf


Zwei Jahre sollen Unternehmer die Lohnnachweise doppelt erstellen: Diese Änderung hat eine längere Vorgeschichte: Bis 2007 haben Unternehmer eine einzige Meldung für ihre Betriebe gemacht, danach wurde die Höhe des Beitrags zur Berufsgenossenschaft festgelegt. Im Rahmen des Unfallversicherungsmodernisierungsgesetzes wurde 2008 beschlossen, dass dieses Verfahren ersetzt werden soll durch eine Meldung im Rahmen des Datenerfassungs- und Übermittlungsverfahren (DEÜV). "Das hat leider keine guten Ergebnissen gebracht", bedauert Stefan Boltz, Pressesprecher der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Deshalb hat der Gesetzgeber eine Art Rolle rückwärts gemacht. Ab dem Meldejahr 2018 (das gilt also für die Meldung, die in 2019 gemacht wird) wird es wieder nur noch eine einzige Meldung pro Unternehmen an die Berufsgenossenschaft geben. Diese sollen die Arbeitgeber mit ihrem Abrechnungsprogramm für die Gehälter erstellen und elektronisch übermitteln. Da das neue Verfahren noch erprobt werden muss, müssen die Arbeitgeber für die Meldejahre 2016 und 2017 (also 2017 und 2018) sowohl einen herkömmlichen (Papier- oder Extranet-)Lohnnachweis als auch einen neuen elektronischen summarischen Lohnnachweis erstellen.

An die Stelle des Datenbausteins Unfallversicherung der DEÜV-Meldung tritt eine sogenannte "Jahresmeldung zur Unfallversicherung", die auf die einzelnen Beschäftigten bezogen ist und der Deutschen Rentenversicherung als Prüfgrundlage dient.

ulo/Foto: 123rf

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