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Wer friert, bringt keine volle Leistung

An der Werkbank und auf dem Bau kann es derzeit ganz schön frostig werden. Arbeitgeber müssen für erträgliche Temperaturen sorgen. Wie sie rechtlich auf der sicheren Seite sind.

Bauhandwerker Winter 123rf
Foto: Ilker Celik/123RF.com

Ob im Büro oder an der Werkbank: Wer friert, der kann keine volle Leistung bringen. Das wissen natürlich auch die Arbeitgeber und schaffen – so weit möglich – ein behagliches Arbeitsklima auch im Herbst und Winter, wenn das Thermometer Minusgrade anzeigt.

Der Gesetzgeber hat dafür spezielle Schutzvorschriften erlassen. Fakt dürfte sein, dass Unternehmer sich an das Arbeitsschutzgesetz und die es ergänzende Arbeitsstättenverordnung halten. Darin ist geregelt, was zu tun ist, wenn die Temperaturen die Arbeitsfreude (und damit die Schaffenskraft) erlahmen lassen. Die Arbeitsstättenverordnung gibt zunächst ganz allgemein vor, dass in den Arbeitsräumen eine „gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur" herrschen soll, die der körperlichen Beanspruchung und dem spezifischen Nutzungszweck des Raumes entspricht.

Mindestens 12 Grad bei schwerer körperlicher Arbeit

Konkreter wird es, wenn es um die Mindesttemperaturen geht. Danach muss die Raumtemperatur – von Ausnahmen abgesehen – bei überwiegend sitzender Tätigkeit wenigstens 19 Grad Celsius betragen, ansonsten etwa 17 Grad.

Wer schwer körperlich arbeitet, der hat mit 12 Grad auszukommen. Für Büroräume ist als Mindesttemperatur 20 Grad vorgesehen, in Verkaufsräumen 19 Grad, in Pausenräumen sollen es mindestens 21 Grad sein.

Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass in den Arbeitsräumen "ausreichend gesundheitlich zuträgliche Arbeitsluft" vorhanden ist. Ist keine Klimaanlage vorhanden, so besteht Anspruch darauf, dass regelmäßig gelüftet wird. Gerade im Winter kann dies aber nur bedeuten, dass stoßweise gelüftet wird, damit die Raumtemperatur nicht zu sehr absinkt und Zugluft vermieden wird.

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