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Toyota präsentiert den neuen Corolla

Toyota schickt die zwölfte Generation seines Corolla in das umkämpfte C-Segment. Zeitgleich kommen am 6. April Kombi, Schrägheck und Limousine des Kompaktmodells.

Foto: © Toyota

Das Dutzend ist voll: Wenn am 6. April die neuen Corolla in die Läden der Toyota-Händler rollen, sehen Käufer die mittlerweile 12. Generation des Mittelklasse-Modells. Seit 1966 gibt es das Modell, das sich stets weiterentwickelt hat und aus Marketinggründen einst vom Auris ersetzt wurde. Marktforschungen hatten ergeben, dass viele den Namen "Corolla" mit einem altmodischen, langweiligen Fahrzeug gleichsetzten. Jetzt ist der Auris Geschichte – und wird ausgerechnet durch den Corolla ersetzt. Der steht auf einer neuen Plattform, die auch Grundlage für den Prius und den C-HR ist.

Die neue Generation, die zeitgleich als Schrägheck, Kombi und Limousine seinen Marktauftritt hat, zeichnet sich über alle Baureihen durch einen größeren Radstand und damit einen niedrigeren Schwerpunkt, ein flacheres Dach und breiterer Spur aus. Potenzielle Interessenten suchen vergeblich einen Diesel, in Deutschland kommt das Modell mit drei Motorversionen auf den Markt.

Starke Hybridpräsenz

Foto: © Toyota Foto: © Toyota Zwei der drei Aggregate sind Hybride: Den Corolla gibt es als 1.8 L Hybrid mit 90 kW/122 PS, als 2.0 L Hybrid mit 132 kW/180 PS sowie als 1,2 T Benziner mit 85 kW/114 PS. Für andere Märkte wie etwa die Türkei wird zudem noch einen 1.6-Liter-Benziner geben. Mit dem starken Hybrid will Toyota endlich in der Liga der PS-stärkeren Hybride mitspielen. Bislang war bei 150 PS Schluss für Toyota – und leistungsorientierte Käufer entschieden sich oft für Wettbewerber. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an dem neuen Hybrid, der rund zwei Drittel (63 Prozent) am Verkaufsmix machen sollen. Allerdings gilt auch: Schrägheck und Kombi, der bei Toyota Touring Sports heißt, sind mit allen drei Aggregaten zu erhalten, die Limousine nur mit dem 1,8 L Hybrid.

Neuer 2.0L-Hybrid

Schauen wir uns die Hybrid-Aggregate näher an. Der große Hybrid weist zwar 180 PS auf und kann auch ordentlich von unten durchbeschleunigen, bleibt aber leicht unter den Erwartungen und versteckt seine Leistung, die immerhin ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmetern als Systemleistung, also Verbrenner und Elektromotor zusammen, liefern kann. Den Verbrauch für den Kombi gibt Toyota mit 3,7 Litern an, auf der Teststrecke zeigte der Bordcomputer aber einen Verbrauch von 6,4 Litern. Die waren allerdings auch einer etwas flotteren Fahrweise geschuldet. Fahrwerk und Lenkung zeigen sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten gut abgestimmt.

Topausstattung Lounge bietet alles

Foto: © Toyota Foto: © Toyota Als Testwagen stand der Kombi zudem in der höchsten Ausstattungsstufe "Lounge" zur Verfügung. Neben sämtlichen Assistenzsystem, die Toyota insgesamt bei der Corolla-Baureihe deutlich erweitert hat, lässt diese Ausstattungslinie kaum noch Wünsche auf der Optionsliste offen. Hier kommt auch die erweiterten Fahrmodi zum Einsatz, die entsprechend der Stufe die Kennlinien und Parameter verändern. Den Modus "Sport plus" gibt es auch nur in der Lounge-Version. Diese Stufe zieht die Gänge länger, auch die Sounddesigner haben sich alle Mühe gegeben, akustisch einen Sporteindruck zu liefern.

Limousine zeigt sich gut abgestimmt

Interessant wird der Vergleich mit dem kleinen Hybrid. Der bietet mit seinen 122 PS ein Gesamtdrehmoment von 142 Newtonmetern. Den Verbrauch gibt Toyota mit 3,3 Litern auf 100 Kilometern an. Das Aggregat zeigt sich in der Limousine übrigens deutlich besser abgestimmt als in der Schrägheckversion – sie ist in der Limousine einfach etwas weicher und komfortabler abgestimmt. Dass Toyota glaubt, mehr vom großen Hybrid zu verkaufen, liegt an den Klassenunterschieden. Der große Hybrid bietet nahezu 50 Prozent mehr Leistung, der Verbrauch steigt aber nur um gute zehn Prozent. Der Aufpreis für das große Aggregat im Vergleich zum kleinen 1.8 L Hybrid bei exakt 2.000 Euro brutto (1.680,67 Euro netto).

Größere Abmessungen

Foto: © Toyota Foto: © Toyota Gut getan hat allen Versionen der längere Radstand, der bei Kombi und Limousine auf 2.700 Millimeter gewachsen ist, beim Schrägheck auf 2.640 Millimeter. Das kommt dem Innenraum zugute. Die Insassen haben mehr Beinfreiheit, in den Kombi passen auch maximal 1.6 06 Liter Gepäck hinein. In den klassischen Kofferraum passen beim Kombi 598 Liter, ins Schrägheck 361 Liter und in die Limousine 471 Liter. Einen Nachteil hat das flachere Dach: Vor allem groß gewachsene Person dürften sich ein wenig ihrer Kopffreiheit beraubt fühlen.

Viele Assistenzsysteme

Vom Basismodell "Corolla" erwartet Toyota im Verkaufsmix übrigens einen Anteil von fünf Prozent. Der Grund, so Toyota, ist die gute Grundausstattung, die auch schon einen adaptiven Tempomat, elektrische Fensterheber vorn und hinten sowie CD-Radio an Bord hat. Den größten Anteil erhofft sich Toyota in der "Club"-Ausstattung. Dort sind alle gängigen Assistenzsysteme verbaut bis hin zum Stauassistenten, der den Wagen automatisch zum Stillstand bringt und beim tippen auf das Gaspedal automatisch wieder anfährt.

Fazit: Toyota hat einen ordentlichen Technik-Sprung in der zwölften Corolla-Generation abgeliefert, der vor allem mit dem großen Hybrid im C-Segment eine schöne Alternative ist. Toyota erhofft sich ein Marktvolumen von knapp 20.000 verkauften Einheiten in einem Geschäftsjahr. Preislich startet der Corolla als Touring Sports bei netto 18.647,06 Euro (brutto 22.190 Euro) für den 1,2 T Benziner, die Kombi-Hybrid-Modelle starten bei netto 23.941,18 Euro für den 1.8 L Hybrid und netto 25.621,85 Euro für den 2,0 L Hybrid.

Text: / handwerksblatt.de
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