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Kia Proceed: Praktischer Kombi mit schickem Heck

Mit dem neuen Kia Proceed schicken die Koreaner einen sportlichen Kombi ins Rennen. Was der Neue als Geschäftswagen taugt, klärt der Fahrbericht.

Foto: © Kia

Einer geht noch dachte sich wohl Kia: So präsentiert die koreanische Hyundai-Tochter nach dem Ceed und dem Kombi Sportswagon nun mit dem Proceed die dritte Karosserievariante ihres kompakten Fünftürers. Der neue Kia Proceed ist ein Crossover, sozusagen eine Mischung aus Kombi und Coupé. Doppelt mutig, denn Kia greift jetzt auch im Premiumsegment an und hat dabei den Mercedes CLA Shooting Brake im Visier. Der 4,61 Meter lange, aber nur 1,42 Meter hohe Proceed ist übrigens trotz seines koreanischen Markenemblems ein waschechter Europäer. Er wurde im hauseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim konzipiert und rollt in der Slowakei vom Band.

Mit seinem rund geformten Heck sowie den durchgängigen LED-Rückleuchten wirkt der Kia fast schon wie ein geschrumpfter Porsche Panamera. Die Plattform teilt sich der Proceed zusammen mit dem Kombi Ceed Sportswagon. Obwohl er im direkten Vergleich zum Sportswagon wesentlich flacher ist, bietet er innen ordentliche Platzverhältnisse. Vorne wie hinten reicht die Kopffreiheit selbst für große Personen noch aus und das Gepäckabteil ist mit 594 Litern üppig bemessen. Das sind zwar 30 Liter weniger als beim Ceed Sportswagon, aber immerhin 99 Liter mehr als im Mercedes CLA Shooting Brake. Werden die dreifach geteilten Rücksitzlehnen im Proceed umklappt, vergrößert sich das Kofferraumvolumen auf 1.545 Liter. Je nach Version öffnet und schließt die Heckklappe beim Proceed elektrisch und die Ladung lässt sich mit einem verschiebbaren Schienensystem gegen das Verrutschen der Gepäckstücke sichern. Der schick gezeichnete Kia ist also kein durchgestylter Lifestyle-Kombi, sondern erweist sich als praxistauglich. Zumal er auch in Sachen Bedienung keine Rätsel aufgibt.

Innen geht es sportlich zu

Foto: © Kia Foto: © Kia Angeboten wird der Proceed in den beiden Ausstattungsstufen GT-Line und GT. Dementsprechend sportlich geht es im Innenraum zu. Der Fahrer und Beifahrer sitzen auf bequemen Sportsitzen und greift an das nach unten abgeflachte Lederlenkrad. Abgerundet wird der dynamische Auftritt durch Alupedale im Fußraum. Überhaupt fällt die serienmäßige Ausstattung des Koreaners reichhaltig aus. So ist unter anderem eine Klimaautomatik, Sitzheizung sowie ein sieben Zoll großer Infotainment-Touchscreen immer mit an Bord. Umfangreich ist ebenso das Angebot an Sicherheit. Dazu zählen der Frontkollisionswarner mit aktivem Bremseingriff, ein Toter-Winkel-Assistent, der Spurhalter oder etwa LED-Scheinwerfer.

Dynamischer als der Sportswagon

Foto: © Kia Foto: © Kia Der Proceed ist ein agiler Kurvenräuber und es macht Spaß ihn zu fahren. Er wurde im Vergleich zum Kombi straffer abgestimmt und auch die Lenkung spricht direkter an als im Sportswagon. Trotzdem ist der Proceed nicht zu hart und vernachlässigt den Fahrkomfort nicht. Deshalb empfiehlt sich das koreanische Kombi-Coupé ebenso als entspanntes Reiseauto zum gemütlichen Cruisen. Drei Motoren stehen für den Kia Proceed zur Wahl, die allesamt sauber nach Euro 6d-Temp sind. Der Basisbenziner leistet 140 PS und gefällt mit einer spontanen Gasannahme sowie einer hohen Laufruhe. Zwar läuft der 136 PS starke Selbstzünder nicht ganz so leise, arbeitet aber dennoch kultiviert und hat eine gleichmäßige Kraftentfaltung. Der 1,4 Liter Benziner startet bei 23.269 Euro netto, für den Selbstzünder 1.6 CRDi nimmt Kia exakt 24.866 Euro. Neben der leichtgängigen Sechsgang-Schaltung steht auch ein flottes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bereit. Der Aufpreis beträgt jeweils knapp 1.700 Euro.

Wer es wesentlich flotter mag als mit den beiden Einstiegsmotorisierungen, der sollte zum Top-Benziner greifen. Den gibt es ausschließlich in der Ausstattungsvariante GT und für mindestens 26.210 Euro. Dann arbeitet unter der Motorhaube des Proceed ein 1,6 Liter-Benziner mit 204 PS. Der Turbo bringt neben souveränen Fahrleistungen (Null auf Tempo 100: 7,5 Sekunden, Spitze: 225 km/h) zudem eine noch sportlichere Optik mit. Angefangen bei den Seitenschwellern, über den großen Dachspoiler bis hin zu Alu-Rädern im 18 Zoll-Format. Einen wohlig brabbelnden Sound gibt es gratis dazu, da der Proceed GT serienmäßig mit einem klangvollen Klappenauspuff anrollt.

Text: / handwerksblatt.de

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