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Renault wertet Trafic auf

Facelift für den Franzosentransporter: Der Trafic kommt mit leicht veränderter Optik, neuen Motoren und neuer Sechsgang-Automatik.

Foto: © Renault

Für die Nutzfahrzeugbranche dauert es noch etwas, ehe auch für sie gilt: Neufahrzeuge müssen die Euronorm 6d-Temp erfüllen. Ohne sie darf kein Hersteller mehr ein neues Auto verkaufen. Das erklärt das frühe Bemühen um neue Aggregate, um schon jetzt die Bedingungen für September 2019 zu erfüllen.

Facelift für Trafic

Foto: © Renault Foto: © Renault Auch Renault macht da keine Ausnahme: Die Franzosen spendieren ihrem Master und Trafic neue Motoren – und nutzen diese Gelegenheit, beide Baureihen aufzufrischen. Neben neuen Aggregaten findet sich eine veränderte Optik, neue Assistenzsysteme und Falle des Trafic sogar eine neue Sechsgang-Automatik, die schon jetzt bestellbar sind und ab September ihren Weg zum Kunden finden.

Dezente neue Optik

Beim Trafic sorgen wenige optische Eingriffe für ein neues Gesicht. Etwas mehr Chrom bei der Einfassung und mehr Spangen im Kühlergrill verpassen zusammen mit der Renault-typischen Lichtsignatur, LEDs in C-Form, dem Trafic einen neuen Auftritt. Auch das Interieur freut sich über ein dezentes Re-Design, etwa mit einem neuen Schalthebel, neuen Applikationen auf den Instrumententrägern sowie neuen Sitzbezügen.

Neue Automatik

Foto: © Renault Foto: © Renault Das Entscheidende liegt aber unter dem Blech. Neu ist eine Sechsgang-Automatik, ein EDC-Doppelkupplungsgetriebe. Deren Einführung hatte Renault schon vor zwei Jahren mit dem damals neu vorgestellten Spaceclass, ein Trafic Kombi für den Personentransport, geplant, mit dem Facelift wird sie endlich Realität. Tatsächlich erweist sich die neue Automatik, die es in Kombination mit dem 145- und dem 170-PS-Aggregat gibt, als äußerst angenehm: Sie schaltet sauber, reagiert sofort beim schnellen Tritt aufs Gaspedal und verrichtet präzisen den Schalt-Job. Die Alternative zur Automatik ist das klassische Sechs-Gang-Schaltgetriebe.

Aggregate mit Euro 6d-temp

Bei den Motoren bleibt weiterhin der 1,6-Liter-Einstiegsdiesel Energy dCi 95 mit 70 kW/95 PS für Nutzfahrzeuge im Angebot, bis die Abgasnorm im Herbst 2020 einen Riegel vorschiebt. Bei neuen Diesel mit Adblue zur Abgasnachbehandlung handelt sich um Zwei-Liter-Diesel in den Leistungsstufen 88 k/120 PS, 107 k/145 PS und 125 kW/170 PS. IM Vergleich zu den Vorgängeraggregaten haben die Motoren mehr Leistung bei bis zu 0,6 Liter geringeren Spritverbrauch beim 145-PS-Diesel. Die Spriteinsparungen werden durch erhöhte Einspritzdrücke, reibungsärmeren Stahlkolben und andere innermotorischen Modifikationen erreicht. Der Spritdurst pendelt sich je nach Modell zwischen 5,4 und 5,7 Litern ein.

Technische Daten bleiben gleich

An den Eckdaten hinsichtlich Volumen und Nutzlast hat sich nichts geändert. Den Trafic gibt es weiterhin mit zwei Radständen (3,1 und 3,5 Meter) und damit zwei Längen, also exakt fünf Meter lang sowie 5,4 Meter. Hinzu kommen noch zwei Dachhöhen von 1,40 und 1,90 Meter. Damit lassen ein Volumen von 5,2 bis 8,6 Kubikmeter transportieren. Dank Durchladeklappen lässt sich die Laderaumlänge auf 3,75 bzw. 4,15 Meter für besonders sperrige Teile erhöhen. Die Nutzlast reicht abhängig vom Modell von 914 Kilogramm für den Doppelkabiner bis zu 1.205 Kilogramm für den Kastenwagen mit langem Radstand.

Störende Schaltkonsole

Foto: © Renault Foto: © Renault Einen Kritikpunkt gibt es: Die Mittelkonsole mit dem Schaltknauf begrenzt den Platz für den Fahrer. Beim Fahren bleibt es unvermeidlich, dass das Knie gegen die Mittelkonsole drückt, was auf Dauer, also bei längeren Fahrten, doch unangenehm werden kann. Durch Verstellung der Sitzhöhe oder Sitztiefe lässt sich das auch nur begrenzt beheben.

Fazit: Mit einem dezenten Facelift setzt Renault die Erfolgsgeschichte seines Trafics, den es seit 1980 gibt, weiter fort. Seit 1980 hat sich das Modell rund 2,1 Millionen Mal verkauft.

 

Text: / handwerksblatt.de

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