Anzeige

So wird der Betrieb kein Scheidungsopfer

Zugewinnausgleich, Ehevertrag, Betriebsbewertung: Wenn die Ehe zerbricht, müssen Unternehmer viele neue Vokabeln lernen. Damit die Firma keinen Schaden nimmt, gibt es einiges zu beachten.

Scheidung, Zugewinnausgleich, Betriebsbewertung
Scheidung? Das hat auch Folgen für den Betrieb! (Foto: © Shao-Chun Wang/123RF.com)

Böse Überraschung am Morgen: Berge von Müll findet Friseurmeisterin Manuela Hainke aus Bad Belzig vor ihrem Friseurladen verstreut. Ihr Ex-Mann hat ihn aus Rache für die Trennung dort verteilt, wie sie in der Märkischen Allgemeinen berichtet. Schon seit Monaten terrorisiert er sie mit immer neuen Methoden, die Nerven der Friseurin liegen blank.
Scheiden tut immer weh, selbst wenn es weniger dramatisch zugeht als bei dem Ex-Ehepaar aus Brandenburg. Umso schlimmer, wenn nicht nur das Herz, sondern auch der Betrieb darunter leidet. Muss nämlich der Unternehmer bei einer Scheidung seinem Ex-Gatten Zugewinnausgleich zahlen (siehe auch: Was passiert bei einer Scheidung?), kann ihn das in Liquiditätsprobleme bringen oder sogar die Existenz bedrohen. Damit es betrieblich nicht zum Fiasko kommt, sollten sich Inhaber und Ehegatte in guten Zeiten ein paar Gedanken machen.

Experten rieten Unternehmern früher meistens dazu, einen Ehevertrag abzuschließen und darin eine Gütertrennung zu vereinbaren. Dann behält jeder Ehegatte auch nach der Trennung sein eigenes Vermögen. "Das kann aber besonders Ehefrauen, die Kinder großziehen, finanziell benachteiligen", erklärt Rechtsanwältin Christiane Greskamp, Fachanwältin für Familienrecht, "denn sie haben während der Ehe oft keinen oder nur Teilzeitjobs und können dadurch kaum eigenes Vermögen aufbauen." Deshalb sollte sich keine Frau auf einen Ehevertrag einlassen, der ihr diesen Nachteil nicht aufwiegt.

Leserkommentare

nach oben