(Foto: © Heinz Feußner)

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Azubis 4.0: Einblicke in Digitalisierungsprojekte

In Hamm haben Anfang Dezember 19 Azubis aus sieben Unternehmen die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsprojekte einem großen Publikum vorgestellt.

Unter dem Titel "Azubis 4.0: Einblicke in Digitalisierungsprojekte in Hamm" präsentierten die Auszubildenden auf dem Markt der Digiscouts den Besuchern ihre selbst erarbeiteten und innerhalb eines halben Jahres umgesetzten Ideen. Begleitet wurden sie bei der Umsetzung vom RKW, das das Projekt deutschlandweit durchführt. Zur Veranstaltung kam auch Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.

Hamm war eine der drei ersten Regionen in Deutschland, in denen das Projekt "Auszubildende als Digitalisierungsscouts" Ende Mai gestartet ist. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte und vom RKW Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit den RKW-Landesorganisationen vor Ort umgesetzte Projekt hat das Ziel, mit Hilfe der Azubis Digitalisierungspotenziale in den Unternehmen zu entdecken und diese digital einen Schritt voranzubringen. Dazu nutzen die Auszubildenden digitale Hilfsmittel und ihre eigene Perspektive auf ihre Ausbildungsbetriebe. Entsprechend vielfältig sind die Projektideen ausgefallen. Begleitet wurde jedes Projektteam dabei von Coaches der RKW Hessen GmbH.

Die Teilnehmer haben Spuren in ihren Ausbildungsbetrieben hinterlassen

Digitalisierung ist für die Region ein ebenso wichtiges Thema wie die Attraktivität der Betriebe für Nachwuchs- und Fachkräfte. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamm hat sich darum sehr dafür einsetzt, dass die Hammer Unternehmen an diesem Projekt teilnehmen können. "Es lohnt sich, das vorhandene, digitale Knowhow der Auszubildenden im eigenen Unternehmen zu nutzen", sagte Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens. "Mit dem Digiscout-Projekt ist der Nachweis in überzeugender Art und Weise gelungen." Die Teilnehmer hätten dauerhaft Spuren in ihren Ausbildungsbetrieben hinterlassen.

"Mich hat sehr beeindruckt, mit welch einem realistischen Blick für die Prozesse im Unternehmen die jungen Leute ihre Themenschwerpunkte gesetzt haben", sagte Projektleiter Wolfgang Thomaßen. Es sei eine Vielzahl guter Digitalisierungsansätze benannt worden, die auch nach der Realisierung der ersten Projekte lange nicht ausgeschöpft seien. "Viele Unternehmen machen weiter und werden weitere der guten Vorschläge ihrer Auszubildenden im kommenden Jahr umsetzen", so Thomaßen. "Über so viel Ertrag bin ich hocherfreut."

Text: / handwerksblatt.de

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