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Integrationspreis für die Bäckerei Beukenberg

Die Bäckerei Beukenberg aus Gelsenkirchen ist einer von sieben Handwerksbetrieben, die mit dem Integrationspreis Handwerk NRW ausgezeichnet worden sind.

Mohammad Moradi (M.) stammt aus Afghanistan und wird seit August 2018 von Bäckermeister Georg Kaiser und Ulrike Kaiser zum Bäcker ausgebildet. Foto: © Andreas Buck
Mohammad Moradi (M.) stammt aus Afghanistan und wird seit August 2018 von Bäckermeister Georg Kaiser und Ulrike Kaiser zum Bäcker ausgebildet.

Seit 2017 beschäftigt die Bäckerei Beukenberg aus Gelsenkirchen elf Auszubildende aus Afghanistan, Ghana, Indien, der Türkei und Serbien und Montenegro sowie einen Fahrer mit Migrationshintergrund. Die Geschwister Ulrike und Georg Kaiser, die den Familienbetrieb in vierter Generation gemeinsam führen, loben die Motivation der jungen Menschen trotz der harten Schichtarbeit. "Sprachbarrieren werden im Betriebsalltag einfach überwunden, indem Handgriffe direkt gezeigt werden", freut sich Ulrike Kaiser.

Neuer Preis für engagierte Handwerksbetriebe

Foto: © Isabel Evels Foto: © Isabel Evels Glückwünsche für Ulrike Kaiser zum Integrationspreis des NRW-Handwerks von (v.l.) Präsident Hans Hund, HWK-Vizepräsident Franz Wieiching und -Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz.Kaiser nahm den Integrationspreis des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) von dessen Präsidenten Hans Hund (zugleich Präsident der HWK Münster) in der Handwerkskammer zu Köln entgegen.

Hund unterstrich: "Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill!". Mit dem Preis ehrte der WHKT erstmals Handwerksbetriebe für ihre besonderen Leistungen für Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete.

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp würdigte die Vorbildfunktion der Ausbildungsbetriebe: "Ich bin dankbar, dass das Handwerk sich bekennt, denn nur Akzeptanz führt zu Integration."

"Die deutsche Wirtschaft ist auf Dauer auf Zuwanderung angewiesen."

Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, betonte: "Die deutsche Wirtschaft ist auf Dauer auf Zuwanderung angewiesen." Aktuell würden 45 Prozent aller Jugendlichen mit Fluchthintergrund, die eine Ausbildung absolvieren, im Handwerk ausgebildet. Diese hohe Zahl sei Betrieben wie den Preisträgern zu verdanken. "Sie zeigen, dass gelebte Integration Alltag im Handwerk ist.", sagte Wollseifer.

"Das Handwerk ist Integrationsmotor", bekräftigte Hund. Angesichts des ungedeckten Fachkräftebedarfs im Handwerk begrüße das Handwerk die Überlegungen der Bundesregierung, eine geregelte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften auf den Weg zu bringen.

Text: / handwerksblatt.de
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