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Fachkräfte gewinnen, fördern und begeistern

Großer Personaltag der HWK Münster am 7. März. Mit Praxistipps von Unternehmern und mit Jörg Mosler. Der Redner, Autor und Dachdeckermeister spricht über die "Fachkräfteformel".

Diplom-Ingenieur Hendrik Hemker aus Altenberge ist einer von elf Handwerksunternehmern und Personalverantwortlichen in Betrieben, die auf dem Personaltag Praxistipps weitergeben. Sein Thema: Bindung durch gute Stimmung im Betrieb. Im Bild mit Mitarbeiterin Jacqueline Bone. Foto: © die-marquardts.com
Diplom-Ingenieur Hendrik Hemker aus Altenberge ist einer von elf Handwerksunternehmern und Personalverantwortlichen in Betrieben, die auf dem Personaltag Praxistipps weitergeben. Sein Thema: Bindung durch gute Stimmung im Betrieb. Im Bild mit Mitarbeiterin Jacqueline Bone.

Bringen Sie neue Ideen in Ihr Personalmanagement ein! Mit dem Dritten Personaltag am 7. März will die Handwerkskammer Münster Impulse geben, Praxisbeispiele aus dem Handwerk vorstellen und Handlungsalternativen für das Gewinnen, Fördern und Begeistern von Fachkräften aufzeigen.

Zahlreiche Referenten aus der Praxis – Unternehmer und Teilnehmer an Weiterbildungslehrgängen – stellen ihre Erfolgskonzepte zur Diskussion.

Die Teilnahme am gesamten Personaltag oder auch nur an einzelnen einstündigen Foren ist kostenlos. Die Veranstaltung im HBZ Münster (Echelmeyerstraße 1–2 in Münster) beginnt um 10:15 Uhr mit dem Eintreffen der Gäste, gefolgt von der Begrüßung um 10:45 Uhr.

Vortrag: "Die Fachkräfteformel – Mitarbeitergewinnung im digitalen Handwerk"

Jörg Mosler, Experte für Mitarbeitergewinnung, Redner, Autor, Unternehmer und Dachdeckermeister, hält um 11 Uhr den Vortrag "Die Fachkräfteformel – Mitarbeitergewinnung im digitalen Handwerk". Mosler zeigt auf, dass das Handwerk zwei große Chancen hat, die großen Herausforderungen des Fachkräftemangels zu meistern: Die Nähe zum Menschen - zu Mitarbeitern und Kunden - und die digitale Kommunikation.

Website von Jörg MoslerWem es als Unternehmer gelingt, diese beiden Chancen geschickt miteinander zu verknüpfen, erzeugt die wertvollste Ressource für das Handwerk der Zukunft: Aufmerksamkeit! In seinem Vortrag geht Mosler auf folgende Punkte ein: Wie ein Handwerksunternehmen durch emotionale Geschichten gezielt Aufmerksamkeit erzeugt; wie es gelingt Mitarbeiter und Kunden zu begeisterten Botschaftern des Unternehmens zu machen und wie digitale Medien zur Stärkung der Arbeitgebermarke eingesetzt werden können.

Drei Forenrunden

Es folgen drei Forenrunden mit jeweils drei Themen zur Personalgewinnung, zu Qualifizierung und Mitarbeitermotivation, die um 13, 14:15 und 15:30 Uhr beginnen und auch einzeln buchbar sind: hwk-muenster.de/personaltag

 

FORENRUNDE 1: MITARBEITER GEWINNEN – 13:00 BIS 14:00 UHR

Forum 1.1: Tue Gutes und rede darüber! Junge Menschen für das Handwerk gewinnen. Was Handwerksbetriebe tun können, um Auszubildende und junge Fachkräfte zu gewinnen – Berufsorientierung, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerken.

Praxisbeispiele: Simone Schürhaus, Föller Heizung-Klima-Sanitär, Nottuln/Münster; Johannes Venschott, Manufaktur Venschott, Greven

Forum 1.2: Alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung – und morgen Meister! Studienaussteiger als Auszubildende: Was Sie tun können, um diesen Personenkreis für Ihren Betrieb zu gewinnen. Stichworte zu diesem Thema sind Studienabbruch als Chance, gezielte Akquise und Integration, Karriereplanung

Praxisbeispiel: Norbert Bücker, NBF – Norbert Bücker, Münster

Forum 1.3: Stellenbörsen effizient nutzen. 25 Jahre nach dem Fall des staatlichen Monopols für Arbeitsvermittlung ist das Angebot breit gefächert. Den Unternehmen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten: Anzeigen in Printmedien und Internetportalen schalten, direkten Face-to-Face-Kontakt auf Messen suchen und aktive Vermittlungsdienste einschalten.

Akteure am Vermittlungsmarkt berichten.

FORENRUNDE 2: MITARBEITER FÖRDERN UND QUALIFIZIEREN – 14:15 BIS 15:15 UHR

Forum 2.1: Motiv: Erfolg – Werkzeug: Weiterbildung für das Handwerk. Ehemalige Lehrgangsteilnehmer des HBZ diskutieren, wie sie durch Weiterbildung die eigene Karriere gestalten, die betrieblichen Geschäftsfelder weiterentwickeln und die Betriebsübernahme vorbereiten.

Praxisbeispiele: Tim Spliethof, Johannes Bröcker und Lisa Fier

Forum 2.2: Motiv: Mut zur Unternehmensübergabe – Nachfolger entwickeln. Die eigene Nachfolge im Unternehmen langfristig zu planen und sicherzustellen ist eine strategische Herausforderung.

Praxisbeispiele: Markus Hinnüber, Tischlerei Kreienbaum, Warendorf; Thomas Weidlich, Stefan Laschinger Bedachungen GmbH, Dorsten

Forum 2.3: Motiv: Weiterbildungsberatung und finanzielle Förderung von Weiterbildung. Kleine und mittlere Unternehmen aus NRW können für die berufliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Zuschuss über Bildungsschecks erhalten. Für die individuelle Förderung der Weiterbildung gibt es das Aufstiegs-BAföG. Außerdem gibt es das Programm "Beratung zur Beruflichen Entwicklung" (BBE).

FOREN 3: MITARBEITER BEGEISTERN – 15:30 BIS 16:30 UHR

Forum 3.1: Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsqualität. Für die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs müssen die Handwerksunternehmen leistungsfähige und attraktive Lernorte bieten, insbesondere auch für junge Menschen, die nicht immer die idealen Ausbildungsvoraussetzungen mitbringen – Ausbildung attraktiv gestalten, Leistungsanreize schaffen, Perspektiven im Handwerk aufzeigen.

Praxisbeispiel: Stefanie Blomberg, Blomberg Heiz- und Sanitärtechnik, Laer

Forum 3.2: Familienfreundlichkeit im Handwerk: Familienfreundliche Betriebe haben nicht nur weniger Fehlzeiten und Ausfälle durch Krankheit, sondern die Motivation und Produktivität sind darüber hinaus deutlich besser als in Unternehmen ohne familiäres Engagement – rechtliche Grundlagen, Instrumente.

Praxisbeispiele: Andrea Runge, Feinkostfleischerei Hidding, Nordwalde; Janine Blome vom FFP (Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik)

Forum 3.3: Bindung durch gute Stimmung im Betrieb?! Das Betriebsklima entwickelt sich immer mehr zum Erfolgsfaktor bei der Mitarbeiterbindung. Dabei kommt es auf den richtigen Mix aus wertschätzender Führung, guter und eindeutiger Kommunikation und finanziellen Anreizen an – Trends, Instrumente zur Mitarbeiterbindung und gelebte Praxis.

Praxisbeispiele: Elektro Gerhardt Gelsenkirchen; Hendrik Hemker, Wecon Nutzfahrzeuge, Ascheberg

 

Kommentar

Gelebte Führungskultur ist entscheidend für das Zusammenspiel

Die Zeiten, in denen die Bewerber um einen freien Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle Schlange standen und die Betriebe unter vielen Kandidaten den Besten aussuchen konnten, sind schon länger vorbei.

Foto: © www.die-marquardts.com Heute müssen sich die Betriebe oft darum bemühen, überhaupt Berufsnachwuchs und Fachkräfte zu finden und dann auch zu halten. Die Arbeitsmarktlage unterscheidet sich zwar von Region zu Region, von Branche zu Branche und Betrieb zu Betrieb. Aber im Prinzip müssen alle etwas für Ihre Personalrekrutierung und die Belegschaft tun, wenn sie zukunftsfähig sein wollen. Denn für viele Arbeitnehmer ergeben sich leicht Alternativen zum Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber und zur beruflichen Veränderung, wenn sie unzufrieden mit Vorgesetzten, Arbeitsbedingungen oder dem Betriebsklima sind.

Gleichzeitig steht ein kleiner oder mittlerer Handwerksbetrieb vor der Herausforderung, dass er mit den Anreizen der Großunternehmen für gute Köpfe nur mithalten kann, wenn er sich besonders ins Zeug legt. Viele sind hier schon kreativ und haben neue Wege eingeschlagen.

So lässt sich das neue Azubi-Ticket für Lehrlinge in NRW als Werbeinstrument für die Nachwuchsgewinnung nutzen. Betriebe können die Kosten ganz oder teilweise übernehmen und damit bei Bewerbern punkten.

Der Personaltag der Handwerkskammer Münster serviert weitere Ideen und Erfolgsrezepte für das Gewinnen, Fördern und Begeistern von Fachkräften auf dem Tablett. Es geht um Jugendansprache, das Wecken von Interesse an einer Ausbildung im Handwerk und die ganze Bandbreite von verfügbaren Vermittlungsplattformen. Es geht um Weiterbildung und die rechtzeitige Vorbereitung der Betriebsübergabe an Nachfolger. Es geht um gute Ausbildung, Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor und letztlich die Zufriedenheit am Arbeitsplatz, damit die geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bleiben.

Die gelebte Führungskultur ist entscheidend für das gute Zusammenspiel zwischen Belegschaftsteam und Chef. Die HWK lädt Sie ein, sich auf dem Personaltag Anregungen für dieses Spiel zu holen, neue Ansätze kennenzulernen und sich mit anderen über Ihre Erfahrungen auszutauschen.

Hans Hund
Präsident der Handwerkskammer Münster

Text: / handwerksblatt.de
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