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Lohnnachweis digital: Stammdaten abgleichen

Lohnnachweis: Für das Beitragsjahr 2017 müssen Unternehmen ihre Daten noch zweimal einreichen: digital und auf herkömmlichen Weg, also auf Papier oder über das Extranet. 

Die DGUV bietet zum Beispiel ein betriebliches Eingliederungsmanagement. Es hilft dabei, nach langer Krankheit die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern. Um die Beiträge der Betriebe zu berechnen, werden die Lohndaten benötigt. Das läuft ab 2018 komplett digital. Foto: © DGUV

Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten bei der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse   versichern. Den Beitrag berechnen die Träger anhand der Lohndaten, die der Arbeitgeber meldet. Bislang geschah dies mit Hilfe eines Formulars auf Papier oder online über das Extranet des Unfallversicherungsträgers. In Zukunft wird der Lohnnachweis nur noch digital ablaufen. Aktuell gibt es aber eine Übergangsphase. 

Das heißt für die Unternehmen: Bis 16. Februar 2018 haben sie Zeit, ihre Daten für das Beitragsjahr 2017 an die DGUV zu melden. In diesem Jahr müssen sie die Daten für den Lohnnachweis aber noch zweimal einreichen, sowohl digital als auch auf dem herkömmlichen Weg. 

Warum doppelt? Das parallele Verfahren für 2017 sei noch notwendig, um die Qualität der Meldedaten zu sichern, sagt Joachim Breuer, Chef der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Ohne Lohnnachweisdaten müssten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Beitragsgrundlage schätzen, und das könnte unter Umständen zu überhöhten Forderungen führen."

Für das Beitragsjahr 2018, also ab 1. Januar 2019, erfolgt die Meldung dann ausschließlich mit dem digitalen Lohnnachweis über das neue UV-Meldeverfahren.   

Lohnnachweis digital mit Entgeltabrechnungsprogramm

Vorher ein Stammdatenabgleich: Vor der Meldung des digitalen Lohnnachweises müssen die Stammdaten des Unternehmens einmal aktualisiert werden. Für den Stammdatenabruf werden Zugangsdaten des zuständigen Unfallversicherungsträgers (UVT) benötigt. Das sind

  • die Betriebsnummer des zuständigen UVT,
  • die Mitgliedsnummer des Unternehmens und
  • die PIN.

 

Dieser Abruf muss aktiv durch den Nutzer angestoßen werden. Das ist seit Dezember 2016 möglich. Nutzt der Betrieb ein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm, dann erfolgt der Stammdatenabgleich in der Regel mit der Software. "Wenn Steuerberater oder andere Dienstleister mit der Meldung beauftragt sind, sollten die Zugangsdaten an diese weitergeleitet werden", empfiehlt Ulrike Richter, Referentin für Beitragsrecht bei der DGUV. 

Was ist, wenn ich die Zugangsdaten nicht finde? Unternehmen, die die Zugangsdaten nicht vorliegen haben, können bei ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse nachfragen. 

Lohnnachweis digital ohne Entgeltabrechnungsprogramm

Ich nutze kein Entgeltabrechnungsprogramm, was tun? Wird kein solches Programm eingesetzt, muss man den digitalen Lohnnachweis über die systemgeprüfte Ausfüllhilfe sv.net in den Varianten sv.net/standard oder sv.net/comfort abgeben.

Die Stammdaten des Unternehmens werden hier automatisch unmittelbar vor Abgabe des Lohnnachweises abgerufen. Eine eigenständige Abfrage ist nicht notwendig.

Weitere Infos: Mehr Informationen zum Lohnnachweis digital und zum Meldeverfahren unter www.dguv.de/uv-meldeverfahren und bei den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Kirsten Freund/DHB
Foto und Quelle: © DGUV

Leserkommentare

06.12.2017 10:34:37 Uhr
Redaktion

Ihr Kommentar

zitiere Stefan Hampel:

Mein Schreiben an die BGHM vom 4.12.207:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erhielten Ihr Schreiben mit der Mitteilung über die Einreichung des Lohnnachweises 2017. Selbstverständlich weden wir fristgerecht den Lohnnachweis 2017 über "Lohnnachweis digital" einreichen.

Doppelt Arbeit werden wir uns ganz sicher nicht machen: Die zusätzliche Einreichung nach dem holperigen alten Verfahren ist nicht nötig. Oder rechnen Sie mit Fehlern in der Übermittlung durch das neue Verfahren? Dann ist es an Ihnen, dem zu begegnen. Wie professionell muss man planen, um von vornherein davon auszugehen, dass etwas über zwei Jahre fehlerhaft laufen wird? Wie unprofessionell ist es, diese Zusatzbelastung ganz selbstverständlich auf die Betriebe abzuwälzen, anstatt eine eigene Qualitätssicherung wenigstens zu versuchen? Wer will hier eigentlich was von wem?

Einer angekündigten "Schätzung" meiner Beiträge nach korrekter digitalen Übermittlung sehe ich gelassen entgegen. Sie kann ja nur der Realität entsprechen, oder? Was planen Sie?

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Herr Hampel,

da die Redaktion keine Steuer- oder Rechtsberatung geben darf, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Berater bei Ihrer Handwerkskammer. Dort wird man Ihnen gerne und kompetent weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion handwerksblatt.de

Unsere Redaktion können Sie auch per Telefon oder E-Mail erreichen:
www.handwerksblatt.de/kontakt

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05.12.2017 11:18:26 Uhr
Stefan Hampel

Lohnnachweis digital

Mein Schreiben an die BGHM vom 4.12.207:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erhielten Ihr Schreiben mit der Mitteilung über die Einreichung des Lohnnachweises 2017. Selbstverständlich weden wir fristgerecht den Lohnnachweis 2017 über "Lohnnachweis digital" einreichen.

Doppelt Arbeit werden wir uns ganz sicher nicht machen: Die zusätzliche Einreichung nach dem holperigen alten Verfahren ist nicht nötig. Oder rechnen Sie mit Fehlern in der Übermittlung durch das neue Verfahren? Dann ist es an Ihnen, dem zu begegnen. Wie professionell muss man planen, um von vornherein davon auszugehen, dass etwas über zwei Jahre fehlerhaft laufen wird? Wie unprofessionell ist es, diese Zusatzbelastung ganz selbstverständlich auf die Betriebe abzuwälzen, anstatt eine eigene Qualitätssicherung wenigstens zu versuchen? Wer will hier eigentlich was von wem?

Einer angekündigten "Schätzung" meiner Beiträge nach korrekter digitalen Übermittlung sehe ich gelassen entgegen. Sie kann ja nur der Realität entsprechen, oder? Was planen Sie?

Mit freundlichen Grüßen

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