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Das Handwerk feiert den Mai

Beim Maibaum-Aufstellen präsentieren viele Innungen landauf und landab das moderne und traditionelle Handwerk. Zum Beispiel im mittelalterlichen Städtchen Jüterbog.

In Jüterbog wird der Maibaum noch traditionell mit Muskelkraft aufgerichtet (Foto: KH Teltow-Fläming)

Am 30. April ist es wieder soweit. Dann feiern die Innungen der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming gemeinsam mit der Jüterboger Bevölkerung zum siebten Mal das Aufstellen des prächtig geschmückten Maibaums auf dem Marktplatz des mittelalterlichen Städtchens. Das Fest ist heute nicht mehr wegzudenken aus dem Jüterboger Kalender. Vor allem die Kinder, aber auch ihre Eltern und Großeltern, fiebern dem Tag entgegen, denn dort stellen die Kitas gemeinsam mit einer Innung ihre Projektarbeiten zum Thema Handwerk vor.

Verziert mit Zunftzeichen, Stadtwappen und Krone

Maibaum 2"Ein Höhepunkt ist natürlich auch das Aufstellen des Maibaums selbst", sagt Vilma Trempler, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming. Der rot-weiße Stamm, verziert mit Zunftzeichen, Stadtwappen und Krone, wird von den Handwerkern nach alter Tradition nur mit Hilfe von Holzstützen nach oben gestemmt.

Bereits zwei Tage vorher, am 28. April, wird im weiter nördlich gelegenen Ludwigsfelde der Maibaum errichtet. Hier wird das traditionelle Frühlingsfest im dritten Jahr in Folge gefeiert. Auch hier stehen neben dem örtlichen Handwerkern die Kinder im Mittelpunkt des Geschehens.

Ein Fest für die ganze Familie

"Wir möchten mit den Festen Tradition und Moderne verbinden", betont Vilma Trempler. Die Innungen hätten hier die Möglichkeit, die traditionelle und die moderne Seite ihrer Gewerke allen Generationen zu präsentieren. "Das Fest ist zwar ausgerichtet auf die Kinder, aber darüber hinaus entstehen auch hochinteressante Gespräche mit den Eltern oder Großeltern", sagt die KH-Chefin. Für Gesprächsstoff sorgen unter anderem das von der Kfz-Innung präsentierte Elektroauto oder der Solarfächer, mit dem die SHK-Innung das Wasser für die Würstchen erhitzt, und auch der große Truck, in dem die Malerinnung ihr Gewerk vorstellt.

Neuer Maibaum für Jüterbog

Die Idee, den alten Brauch des Maibaumstellens in seiner Heimat aufleben zu lassen, hatte der Jüterboger Zimmerermeister Andreas Graf. Er war es auch, der EndeMaibaum 3
Februar dieses Jahres einen Ersatz für den in die Jahre gekommenen Jüteboger Maibaum gesucht und gefunden hat.

Sein Sohn Johannes Graf, gelernter Forstwirt und Zimmerer, übernahm das Fällen der stolzen Kiefer, die nun rechtzeitig vor dem Fest entrindet, bemalt und geschmückt wurde.

"Vor sieben Jahren haben wir noch mit ein paar Leuten um den Baum gestanden, der damals noch recht schmucklos war", erinnert sich Vilma Trempler. "Heute ist der Baum ein echter Hingucker und aus dem Maibaumstellen ist ein kleines Volksfest geworden, dass das Handwerk für die Bevölkerung erlebbar macht." 

 

Termine in Brandenburg:

Ludwigsfelde: Freitag, 28. April, 14 bis 18 Uhr (Marktplatz)

Jüterbog: Sonntag, 30. April, 14 bis 18 Uhr (Marktplatz) 

Luckau: Donnerstag, 27. April, 17 bis 20 Uhr (Marktplatz)

Lübben: Donnerstag, 27. April, 17 bis 20 Uhr  (Am Markt)

Finsterwalde: Freitag, 28. April, 14 bis 18 Uhr - Maibaumaufstellen mit 24 Zimmerern (Marktgasse)

 
Text: Kirsten Freund
Fotos: Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming

 

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