Sechs Unternehmen mit Zukunftspreis geehrt

Innovative Geschäftsideen gaben den Ausschlag: Der Zukunftspreis Brandenburg 2017 wurde an sechs Unternehmen und einen Sonderpreisträger verliehen.

Zukunft
Brandenburger Unternehmen, die besonders gut für die Zukunft aufgestellt sind, haben jetzt den Zukunftspreis 2017 erhalten. Foto: © scanrail/123RF.com

Aus 60 Bewerbungen hat die Jury die Gewinner des diesjährigen Zukunftspreises Brandenburg ausgewählt. Sie wurden am 10. November auf Schloss Neuhardenberg für ihre zukunftsweisenden Geschäftsideen, ihre Geschäftsentwicklung und damit ihre Bedeutung für die Brandenburger Wirtschaft ausgezeichnet. Sie fallen zudem durch ihr besonderes Engagement für ihre Mitarbeiter und die Region auf.


Zu den Preisträgern gehört unter anderem die Körber & Körber Präzisionsmechanik GmbH aus Birkenwerder. Die Jury beeindruckte besonders wie Vater Peter und Sohn Benjamin Körber das Familienunternehmen aus der Krise herausgeholt haben. Der ehemalige Zulieferer für die Automobilindustrie fertigt heute für die Medizin- und Prüftechnik sowie für die Luft- und Raumfahrt. Teile von Körber & Körber brachten es sogar schon auf die internationale Raumstation ISS.


Das Unternehmen hat den Weg aus der Krise geschafft, weil es 2010 in einen neuen Maschinenpark investiert hat, der heute der modernste in Brandenburg ist. Auch die Digitalisierung hat zum Erfolg von Körber & Körber beigetragen.

Wenn der Postbote das Eis bringt

Auch die IceGuerilla.de GmbH & Co. KG aus Beeskow erhielt den Zukunftspreis. Ihre geniale Idee: Speiseeis über einen Onlineshop zu vertreiben und klimaneutral per Post deutschlandweit zu versenden.


Das Eis wird von einem echten Handwerksmeister hergestellt. Die Zutaten stammen von Lieferanten aus der Region. Mittlerweile beschäftigen die Inhaber Monika und Ralf Schulz noch einen Azubi und etwa 30 Mitarbeiter.

Führender Anbieter für Prothetik in Westbrandenburg

Ein weiterer Preisträger ist die Kniesche Orthopädietechnik GmbH aus Potsdam, die bei ihrer Arbeit innovative Technik nutzt und auf moderne Mitarbeiterführung setzt. Der Familienbetrieb hat sich zu einem der führenden Anbieter für Prothetik und Hilfsmittelherstellung in Westbrandenburg entwickelt. Den Fachkräftebedarf sichert die Kniesche Orthopädietechnik, indem sie selbst ausbildet. Zudem beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiter mit und ohne Behinderung.


Den Zukunftspreis erhält die Kniesche Orthopädietechnik laut Jurybegründung, weil sie "ein Unternehmen mit intelligentem und erfolgreichem Unternehmenskonzept, das gut für kommende Herausforderungen gerüstet ist".

Großes Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Unternehmen

Auch die Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH aus Prenzlaus ist in diesem Jahr mit dem Zukunftspreis Brandenburg geehrt worden. Mit etwa 370 Mitarbeitern ist das Unternehmen ein wirtschaftliches Schwergewicht in der Region und ein positives Beispiel für die deutsch-polnische Wirtschaftszusammenarbeit.


Ein Großbrand im Jahr 2015 wurde für das Unternehmen nicht zum Stolperstein. Es ließ die Produktion weiterlaufen und hielt an den Mitarbeitern fest. Vorbildlich, wie die Jury entschied.

Mit Landmaschinen in die Zukunft

Schlieper für Landmaschinen GmbH aus Sonnenwalde überzeugte die Zukunftspreis-Jury mit seiner "Leidenschaft für Landwirtschaft, gepaart mit hohem innovativem Potenzial und großem Engagement für den Nachwuchs". Das Unternehmen mit etwa 80 Beschäftigten hat mittlerweile bereits fast 40 Nachwuchskräfte ausgebildet.


Die Inhaberinnen Ricarda und Julia Schlieper führen den Betrieb in dritter Generation und haben ihn dank verschlankter Prozesse und minimierter Kosten fit für die Zukunft gemacht.

Vom Verkäufer zum Hersteller

Ein weiterer Zukunftspreis ging an die ZEDAS GmbH aus Senftenberg. Gegründet 1990 schaffte das Unternehmen den Schritt vom Verkäufer zum Hersteller. Heute ist es gefragt als hochspezialisierter, international agierender Software-Anbieter für das Logistikmanagement. Die ZEDAS GmbH engagiert sich zudem gesellschaftlich vor Ort und lebt die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.


Der Sonderpreis geht in diesem Jahr an Dr. Manfred Seyfarth, Gründer der Umwelt-Geräte-Technik GmbH (UGT) in Müncheberg. Die UGT entwickelt Produkte, die unter anderem der Analyse der Bodenqualität und des Wasserhaushaltes dienen. Aus dem Hause des brandenburger Unternehmens stammen zahlreiche nationale und internationale Patente, die in ganz Europa, aber auch in Amerika und Asien genutzt werden.


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