Anzeige

Mehr Unfalltote in Deutschland

Etwa 25.000 Unfalltote und rund zehn Millionen Unfallverletzte gab es 2015 in Deutschland. Das besagt die "Unfallstatistik 2015" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Fahrradunfall
Die meisten Unfälle ereigneten sich 2015 in der Freizeit. Mehr als 10.000 Menschen kamen dabei ums Leben. (Foto: © Andrey Popov/123RF.com)


Die Zahl der Unfallverletzten in Deutschland ist mit 9,73 Millionen im Jahr 2015 leicht um 40.000 Fälle zurückgegangen, im Jahr zuvor waren es 9,77 Millionen. Dafür ist die Zahl der Unfalltoten um fast 2.000 auf 24.578 Menschen gestiegen. Die Ergebnisse stammen aus dem Faktenblatt "Unfallstatistik 2015", das jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht worden ist.


Der Statistik zufolge ereigneten sich die meisten Unfälle in der Freizeit, hier kam es zu 10.628 tödlichen Unfällen. 3,89 Millionen Menschen haben sich 2015 bei einer Freizeittätigkeit verletzt. Zu den Freizeitunfällen gehören unter anderem auch Stürze mit dem Fahrrad oder das Stolpern über Bordsteinkanten. An zweiter Stelle kommen Haushaltstätigkeiten mit 9.186 tödlichen Unfällen sowie 3,15 Millionen Unfallverletzten. In Schulen passierten insgesamt 1,3 Millionen Unfälle mit Verletzten und 21 mit tödlichem Ausgang. Bei der Arbeit gab es 2015 etwa eine Millionen Unfallverletzte und 480 Todesfälle. Die wenigsten Unfallverletzten gab es mit 390.000 Menschen im Straßenverkehr, allerdings liegt er mit 3.633 Todesopfern an dritter Stelle, was die tödlichen Unfälle betrifft.

Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit

Die Unfallstatistik kommt zu dem Schluss, dass 2015 rund 12 Prozent der Menschen, die in Deutschland wohnen, also etwa jeder Achte eine Unfallverletzung erlitten hat, etwa 0,03 Prozent der Wohnbevölkerung verstarb aufgrund eines Unfalls.


Die BAuA weist darauf hin, dass es in Deutschland keine einheitliche Erfassung aller Unfälle gibt. Ihre Gesamtunfallstatistik basiert daher auf Daten zum Unfallgeschehen des Robert Koch-Institutes (RKI), des Statistischen Bundesamtes sowie der Unfallversicherungsträger. Die BAuA fasst die Zahlen zusammen oder rechnet sie auf der Grundlage der genannten Statistiken hoch. Das Faktenblatt kann kostenlos von der Website der Bundesanstalt heruntergeladen werden.


Foto: © Andrey Popov/123RF.com

Leserkommentare

nach oben