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Einkaufen wie Privatkunden

Schnell bestellt, schnell geliefert – die Einkaufsportale im Internet machen es möglich, mit nur wenigen Mausklicks Waren und Material einzukaufen.

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Foto: © peshkov/123RF

Mit Zamro ist seit einem Jahr ein neuer Player dabei, der sich auf technische (Maschinen-) Komponenten und Werkzeuge konzentriert.Gucken, klicken, bekommen – nichts ist so einfach und unkompliziert wie der Einkauf in dem World Wide Web. Das gilt auch für das B2B-Geschäft, wenn also nicht der Endkunde bedient wird, sondern Unternehmen Material und Werkzeuge für den beruflichen Alltag einkaufen.

"In den kommenden fünf Jahren wird der B2B-Ein- und Verkauf verstärkt über Online-Shops und Marktplätze abgewickelt", sagt Dr. Georg Wittmann von ibi research an der Universität Regensburg und beruft sich auf eine Expertenbefragung im Sommer 2017. Ein Hauptgrund für die positive Entwicklung des B2B-Geschäfts ist, dass in immer mehr Unternehmen die Einkäufer ihr privates Online-Verhalten auf den geschäftlichen Alltag übertragen – und genau das erklärt auch den Erfolg neuer Einkaufsportale für gewerbliche Kunden.

Dazu zählt Zamro, die mit der Shop-Adresse zamro.de technische Maschinen-Komponenten, Werkzeuge, aber auch klassische Verbrauchsmaterialien anbieten, die für die Wartung, Reparatur, Instandhaltung von Maschinen und Installationen benötigt werden. Vor einem Jahr gestartet, versammelt das Portal schon rund 60.000 Kunden und hat auch das Handwerk im Blick.

Das Start-up-Unternehmen hat allerdings viel Power im Rücken: Hinter Zamro steht die Eriks Groups, ein technischer Großhändler aus den Niederlanden, der europaweit zu den Größten zählt und rund acht Milliarden Euro im stationären Handel umsetzt. 2015 wollte der Großhändler aus Amsterdam noch näher an seine gewerblichen Kunden herankommen und grenzüberschreitend wachsen.

So entschieden sich die Niederländer, eine eigene Online-Plattform zu entwickeln, die im Februar 2016 an den Start ging und im März 2017 als zamro.de auch in Deutschland startete. "Wir haben uns genau angeschaut, wo die Bedürfnisse der gewerblichen Kunden liegen", erklärt Veronika Epp, bei Zamro Deutschland für das Marketing verantwortlich (siehe dazu Interview). Das sind auch die Argumente, die Endkunden vom heimischen Sofa aus shoppen lassen: die Bequemlichkeit, die Schnelligkeit, günstige Preise – und eine größere Auswahl.

Gerade im B2B-Bereich kommt noch eine entscheidende Komponente hinzu: die Verfügbarkeit. Denn gerade Verbrauchsmaterialien kaufen auch Handwerker gerne just in time. Entsprechend umfangreich, aber dennoch klar und einfach strukturiert kommt zamro.de beim Nutzer an. Rund 550.000 Produkte, die sich in 50.000 Hauptprodukte und rund 500.000 Variationen aufteilen, finden sich auf der internationalen Plattform, die deutsche Version kommt auf 410.000.

Dabei konzentriert sich Zamro vor allem auf die Branchen Metall, Industrie & Produktion sowie Instandhaltung & Reparatur. Zu den Topsellern zählen Sicherheitsprodukte wie Gehörschutz, Messgeräte, Handwerkzeuge, Antriebstechnik, Lager/Kugellager und Produkte aus der Pneumatik. Zu den Produkten finden sich die technischen Spezifikationen. Wer mehr Infos braucht, kann auch direkt mit dem Kundenservice sprechen, per Telefon, WhatsApp oder per Chat. Hinzu kommen die aus dem klassischen Einkauf bekannten Zahlungsweisen.

Klar ist, dass die Plattform alle gängigen Möglichkeiten anbietet, inklusive der gewohnten Zahlungsweise auf Rechnung. Auch hier, so hat ibi research in der Experten- Studie festgestellt, übertragen sich Angewohnheiten aus dem Privatsektor ins Geschäftliche: Jedes zweite Unternehmen hat laut ibi-Studie bereits mit Paypal bezahlt. "Dass der Rechnungskauf mit 95 Prozent von den Unternehmen am liebsten genutzt wird, verwundert nicht, weil es die im B2B etablierte Zahlungsart ist", sagt Stephan Vila von Creditrefom, die das Forschungsprojekt von ibi research unterstützt haben. "Erfahrungen zeigen, dass Shops, die Rechnungskauf anbieten, insbesondere bei Neukunden ihre Conversion Rate deutlich steigern können."

Für Zamro sind daher die unterschiedlichen Zahlungsmethoden ein wichtiger Baustein in der Expansionsstrategie. Schließlich hat sich die Plattform auf die Fahnen geschrieben, in den nächsten Jahren ein relevanter Player in Europa zu werden. Info: zamro.de

 

Text: / handwerksblatt.de

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