Unternehmen, die mit ihren Ideen und Entwicklungen das Arbeiten sicherer machen, könnten Chancen auf den Deutschen Arbeitsschutzpreis haben. Die Nominierten für dieses Jahr stehen jetzt fest.

Unternehmen, die mit ihren Ideen und Entwicklungen das Arbeiten sicherer machen, könnten Chancen auf den Deutschen Arbeitsschutzpreis haben. Die Nominierten für dieses Jahr stehen jetzt fest. (Foto: © Sira Jantararungsan/123RF.com)

Innovationen für den Arbeitsschutz

Betriebsführung

Die Nominierten für den Deutschen Arbeitsschutzpreis stehen fest. Darunter befindet sich ein Handwerksbetrieb sowie Firmen, deren Produkte auch im Handwerk eingesetzt werden.

13 Unternehmen sind in diesem Jahr für den Deutschen Arbeitsschutzpreis nominiert. Dieser ist pro Kategorie mit 10.000 Euro dotiert und wird am 26. Oktober auf der Arbeitsschutzfachmesse A + A in Düsseldorf verliehen.

Chancen auf den Preis hat unter anderem auch Raumausstattermeister Harald Gerjets aus Aurich. Er hat zusammen mit einigen seiner Beschäftigten ein Hilfsmittel entwickelt, mit dem das Heben und Tragen von schweren Markisen und Sonnenschutzanlagen sowie deren Montage den Rücken schont und gleichzeitig vor Stürzen schützt.

Gut auf den Kollegen achten

Die Schlosser Holzbau GmbH in Jagstzell ist als Holzbauunternehmen unter anderem spezialisiert auf die Planung, Entwicklung und den Bau von Industriehallen, Bürogebäuden und Reithallen. Gründer Josef Schlosser ist Vorstandsmitglied im Bund Deutscher Zimmermeister und Ehrenpräsident des Verbandes des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Baden-Württemberg.

Das Unternehmen ist für sein cleveres Konzept nominiert, bei dem die Beschäftigten bei gefährlicheren Arbeiten gegenseitig aufeinander aufpassen. Das wird sogar vor dem Einsatz auf Baustellen per Formular schriftlich fixiert. Aufkleber und Banner erinnern überall im Betrieb an diese Selbstverpflichtung.

Weniger Gefahren an der Kreissäge

Von den Innovationen zweier anderer Nominierter profitiert auch das Handwerk. So hat der Sägenhersteller Altendorf aus Minden ein Sicherheitssystem auf den Weg gebracht, das schnell erkennt, wenn an der Kreissäge eine Gefahr droht und die Maschine sofort abstellt. Danach bedarf es nur einer einfachen Bestätigung des Beschäftigten, damit die Maschine wieder läuft. Auch das hat das System anderen voraus.

Dank einer Kamera können zudem die Beinahe-Unfälle analysiert werden. Nach Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft Holz und Metall testen einige ausgewählte Kunden das System momentan.

Desk-Surfer statt Leiter oder Steckgerüst

Eine andere praktische Arbeitsschutzerfindung fürs Handwerk stammt von der Firma Günzburger Steigtechnik, die Leitern, Rollgerüste, Sonderkonstruktionen und Rettungstechnik herstellt. Sie hat mit dem sogenannten Desk-Surfer eine mobile Plattform für Höhenarbeiten geschaffen. Dank dieser Plattform müssen Arbeitsflächen oder Schreibtische für Höhenarbeiten nicht mehr verschoben werden, um Leitern oder Gerüste aufzubauen, sondern können einfach vom Desk-Surfer unterfahren werden.

Darüber hinaus ist der Desk-Surfer laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) deutlich sicherer als Leitern oder Steckgerüste. Er wurde bereits in das Arbeitsschutzprämien-Programm der BG BAU aufgenommen.

Quelle: DGUV

Preis Der Deutsche Arbeitsschutzpreis wird alle zwei Jahre vom Bundesarbeitsministerium (BMAS), dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und der DGUV vergeben.

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Text: / handwerksblatt.de

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