KMU sind besonders von den Attacken der Cyber-Kriminellen bedroht. Eine Cyberversicherung kann helfen, Schäden zu kompensieren.

KMU sind besonders von den Attacken der Cyber-Kriminellen bedroht. Eine Cyberversicherung kann helfen, Schäden zu kompensieren. (Foto: © James Thew/stock.adobe.com)

Kleinbetriebe und Mittelständler im Visier von Cyber-Kriminellen

Betriebsführung

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Opfer von Cyberkriminalität zu werden, ist für KMU keine völlig abstrakte Gefährdung mehr. Die Provinzial gibt Tipps zur Gefahrenabwehr.

Die Gefahr der Cyberkriminalität ist abstrakt. "Fakt ist aber, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer von einem Hacker-Angriff zu werden, steigt und der Schaden für Unternehmen ganz plötzlich sehr greifbar werden kann", erklärt Karsten Ullrich, Abteilungsleiter Cyber-Versicherung bei der Provinzial.

Allein im Jahr 2020 verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik 130.611 Cyber-Straftaten; ein Anstieg von 6,2 Prozent zum Vorjahr. Im Fokus der Hacker: kleine und mittlere Unternehmen, deren Existenz durch Phishing oder Ransomware bedroht wird.

Kein Rundumschutz vor Cyberattacken

"Selbst Firewall und Virenprogramme bieten längst keinen hundertprozentigen Rundumschutz mehr", betont Ullrich. In einer Unternehmenswelt, die von der Digitalisierung der Produktionsprozesse geprägt ist, sei für kleine und mittlere Unternehmen Prävention in größerem Maße dringend notwendig. Insbesondere durch das Homeoffice entstehen Datenlecks, die Hacker für ihre Zwecke nutzen: Mitarbeitende werden zur zentralen Schwachstelle im System. "Fast zwei Drittel der erfolgreichen Hacker-Angriffe setzen am Mail-Postfach an", weiß der Experte.

Ein falscher Mausklick kann Hackern Tür und Tor zu vertraulichen Kundendaten öffnen. Foto: © ljubaphoto/iStock.comEin falscher Mausklick kann Hackern Tür und Tor zu vertraulichen Kundendaten öffnen. Foto: © ljubaphoto/iStock.com

Mit nur einem Klick eines Mitarbeiters auf eine Phishing-Mail können Cyberkriminelle vertrauliche Kundendaten stehlen. "Das ist dann nicht mehr nur ein Fall für die Datenschutzbehörde. Ein erfolgreicher Datenzugriff birgt das Risiko enormer Vertrauens- und Reputationsverluste. Denn nur wenige Kunden werden Verständnis für den Missbrauch ihrer Daten aufbringen." Im Fall eines erfolgreichen Ransomware-Angriffs kommen außerdem unter Umständen Wiederherstellungskosten von Unternehmensdaten oder Vertragsstrafen auf die Betriebe zu. Beispielsweise, wenn Lieferversprechen auf Grund einer Betriebsunterbrechung nicht eingehalten wurden. Karsten Ullrich rät Unternehmen deshalb dringend dazu, Mitarbeiter über Hacker-Praktiken aufzuklären: "Dies ist eine wichtige Maßnahme, die den Schutz einer Cyberversicherung unbedingt ergänzen sollte."

Umfassender Schutz im Schadensfall

Mit einer Cyberversicherung stellen Betriebe sicher, dass ihre Existenz auch bei einer Hacker-Attacke außer Gefahr ist: "Der Cyber-Schutz der Provinzial umfasst die sofortige technische Unterstützung, sofortige rechtliche Beratung, Übernahme von Abwehrkosten bei behördlichen Verfahren sowie weltweiten Versicherungsschutz.", erklärt der Experte.

Der modulare Aufbau beinhaltet die Bausteine Eigenschäden, Haftpflichtschäden, Vertrauensschäden und Ertragsausfall und wird an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. "Die neue Kooperation mit der Schulungsplattform Cyber-Fuchs bietet zudem den Zugriff auf notwendiges Fachwissen im Kampf gegen Cyber-Angriffe", ergänzt Ullrich. Auf diese Weise können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen, IT-Risiken mit aufmerksamem Verhalten vorzubeugen.

 

Phishing und Ransomware Phishing beschreibt eine Taktik, mit der Hacker mithilfe von E-Mails Kennwörter und personenbezogene Daten stehlen wollen.
Ransomware beschreibt Schadsoftware, die die Daten der Opfer verschlüsselt. Der Zugriff zu den Daten wird von Hackern geblockt, mit dem Ziel, Lösegeld für die Datenfreigabe einzufordern.
Hintergrund Machen Sie ganz einfach den Hackercheck der Provinzial.

Text: / handwerksblatt.de

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