Foto: © Handwerkskammer Warschau

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Schulhoff mit dem polnischen Verdienstkreuz geehrt

Der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Professor Dr. h.c. Wolfgang Schulhoff, hat in Warschau den höchsten zivilen Orden empfangen, den die Republik Polen an einen Ausländer verleiht.

Schulhoff erhielt das Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen. Der Leiter der Kanzlei des Staatspräsidenten Jacek Michalowski überreichte das von Staatspräsident Bronislaw Komorowski gestiftete Verdienstkreuz jetzt im Präsidentenpalast. Mit der Auszeichnung würdigt der polnische Staat Professor Schulhoffs langjährige Verdienste um die Völkerverständigung zwischen den beiden Nachbarstaaten. Mit der selten verliehenen Ehrung soll vor allem das herausragende persönliche Engagement des Handwerkspräsidenten für die Weiterentwicklung und Vertiefung der vor 30 Jahren begründeten Partnerschaft zwischen den Handwerkskammern Warschau und Düsseldorf und der damit verbundenen Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen gewürdigt werden.

Die Ehrung markiert zugleich den Höhepunkt des Festprogramms zum Partnerschaftsjubiläum zwischen den befreundeten Handwerksorganisationen in Warschau. Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schulhoff erinnerte in seiner Dankesreplik auf den Beitrag weiterer Spitzenpersönlichkeiten des Handwerks aus beiden Nationen: Der "Lorbeer für die Erfolge" der bereits 1979 geknüpften und 1983 besiegelten Kammerpartnerschaft gelte in gleicher Weise den ehemaligen Warschauer Handwerkskammerpräsidenten Leszek Janowski und Boguslaw Wojcik sowie den Koordinatoren Jacek Kusmierczyk auf Warschauer und Franz Klein auf Düsseldorfer Seite.

Historie der Partnerschaft

1979 zunächst informell, ab dem 20. Januar 1983 auf der Grundlage eines Partnerschaftsvertrags hat die langwährende, enge und pragmatische Zusammenarbeit der beiden großen Wirtschaftsorganisationen beispielhafte Impulse zur Revitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit des in Polen traditionell bedeutenden Wirtschaftssektors setzen können – weit über die Nahziele der Kooperation hinaus. Zwischen 1991 und 1996 wurde sie im Rahmen eines offiziellen Partnerschaftsprojektes vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert.

Unter anderem gelang es im Rahmen der Kooperation, partnerschaftliche Hilfe zu leisten, damit die HWK Warschau sich zu einer leistungsfähigen und modernen Selbstverwaltungsorganisation und Interessenvertretung für die kleinen und mittleren Unternehmen gegenüber Staat und Gesellschaft weiterentwickeln konnte. Und vor allem auch zu einer Dienstleistungseinrichtung, die ihren Mitgliedsunternehmen ein betriebsbezogenes Beratungs- und Fortbildungsangebot vorhält und Erleichterungen für grenzüberschreitend tätige Unternehmen erreicht. Heute, nach vollzogener EU-Osterweiterung, prägen intensive wechselseitige Konsultationen zu gemeinsamen, vor allem bildungs- und strukturpolitischen Herausforderungen der EU-Gesetzgebung das Bild der unverändert engen Zusammenarbeit.

Text: / handwerksblatt.de