Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon.

Schnupfen oder grippaler Infekt? Patienten erhalten derzeit eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit per Telefon. (Foto: © Piotr Marcinski/123RF.com)

Telefonische Krankschreibung bis Ende Mai verlängert

Wer Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infektes zeigt, kann sich weiterhin telefonisch von seinem Arzt krankschreiben lassen. Die Regelung gilt nun bis zum 31. Mai 2022.

Wer an einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege leidet, kann sich weiterhin nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Diese Regelung wurde am 18. März bis zum 31. Mai 2022 verlängert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschlossen.

Bis dahin können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Patienten müssen ihren Arzt also nicht persönlich aufsuchen, wenn sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) brauchen. Sie erhalten für maximal eine Woche eine AU, die ihnen dann per Post zugestellt wird. Sie kann bei fortdauernder Erkrankung einmal um sieben Tage verlängert werden.

Der Verband sieht diesen Schritt trotz der bundesweiten Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen durch den Gesetzgeber als sachgerecht an. Arztpraxen seien kein "normaler" Ort im öffentlichen Leben. Hier träfen vielmehr Menschen mit verschiedenen medizinischen Problemen aufeinander und blieben eine gewisse Zeit zusammen. Um ein mögliches Infektionsrisiko in Arztpraxen nach wie vor klein zu halten, sollen Versicherte eine Krankschreibung (Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit) bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege weiterhin telefonisch erhalten können. Die Sonderregelung helfe, Kontakte in Arztpraxen zu vermeiden und schütze damit Patientinnen und Patienten wie auch die dort Mitarbeitenden.

Nur bei leichten Erkrankungen

Die Ausnahmeregel gilt nur für Erkältungen oder grippale Infekte. Hier finden Sie die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Covid-19.

Unabhängig von der Corona-Sonderregelung gilt, dass Versicherte im Rahmen einer Videosprechstunde eine Krankschreibung erhalten können.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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