Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster (l.), und Geschäftsführer Thomas Banasiewicz wünschen frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2020. (Foto: © Teamfoto Marquardt)

Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

wünscht die Handwerkskammer Münster allen Handwerkern – Unternehmerinnen und Unternehmern und Beschäftigten – sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Handwerksorganisationen im Kammerbezirk.

Auch in gesamtwirtschaftlich unruhigen Zeiten und trotz Konjunkturdelle lief der Wachstumsmotor Handwerk im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region in diesem Jahr robust weiter. Aber auch dieser Motor braucht Kraftstoffe – Fachkräfte, Energie, Innovationen und eine ordentliche Infrastruktur. Die Politik kann Hindernisse aus dem Weg räumen und die Rahmenbedingungen verbessern.  

Wichtige Schritte getätigt

Gute Meilensteine auf Bundesebene waren in diesem Jahr erstens die Mittelstandsstrategie des Bundeswirtschaftsministeriums. Zweitens begrüßen wir die anstehende Stärkung des Meisterbriefs durch die Wiedereinführung in 12 Gewerken. Wir hoffen, dass das Gesetzgebungsverfahren zügig abgeschlossen werden kann und die neue Anlage A der Handwerksordnung im Januar in Kraft tritt. Das ist ein starkes Signal für Qualifikation, Verbraucherschutz und Kulturgüterschutz. Drittens wird die Aufstockung der Aufstiegsfortbildungsförderung gewiss viele Handwerker zusätzlich motivieren, die Meisterschule zu absolvieren und damit beruflich voranzukommen. Als weiteren wichtigen Schritt hin zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung werten wir viertens die Einführung der attraktiven und international verständlichen Bezeichnungen "Bachelor Professional" (Gesellen) und "Master Professional" (Meister).

Kräftige Investitionen benötigt

Auf Landesebene freuen wir uns über die Einführung des Azubi-Tickets, das umweltbewusste Mobilität fördert. Auch die Aufstockung der jährlichen Fördermittel für Berufsbildungsstätten in NRW von 4 auf 8 Millionen Euro begrüßen wir. Wir meinen aber, dass die Mittel immer noch zu knapp bemessen sind, um die Leistungsfähigkeit der Bildungszentren zu sichern. Wir brauchen in den nächsten Jahren in der Region und landesweit kräftige Investitionen, um die Bildungseinrichtungen des Handwerks weiterhin auf einem innovativen technischen und digitalen Stand zu halten. Gleichzeitig haben wir natürlich noch weitere Wünsche an die Politik: Erleichterungen bei Unternehmenssteuern, keine Ausweitung der Sozialabgaben, Bürokratieabbau, die digitale Infrastruktur. Es gibt viele Punkte, für die wir Tag für Tag arbeiten.

"Gott schütze das ehrbare Handwerk!"

Am Jahresende sollten wir den Blick aber nicht allzu sehr auf ungelöste Probleme lenken. Vielmehr sollten wir das Erreichte noch einmal ins Bewusstsein rufen. Es geht dem Handwerk gut, wir leben – trotz aller Herausforderungen – in einem tollen Land. Zu den Erfolgsmeldungen aus dem Handwerk gehört auch die Nachwuchssicherung. Obwohl wir auch hier noch viel vor uns haben, ist sehr erfreulich, dass die Betriebe insgesamt in diesem Jahr ungefähr gleich stark wie im Vorjahr neue Auszubildende gewonnen haben. Bis Jahresende wird es im Handwerk des Kammerbezirks voraussichtlich rund 5.500 neue Auszubildende geben. Das ist eine großartige Leistung angesichts der sinkenden Zahl von Schulabgängern und dem Trend zum Studium.
 
Unser herzliches Dankeschön am Jahresende gilt allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Kammerbezirk Münster, die sich in unserer Organisation ehrenamtlich für die gemeinsame Arbeit zum Wohl des Handwerks einsetzen. Gott schütze das ehrbare Handwerk!
 
Handwerkskammer Münster
 
Hans Hund
Präsident

Thomas Banasiewicz
Hauptgeschäftsführer

Weitere Meldungen aus dem Bezirk der Handwerkskammer Münster

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: