(Foto: © WOA Werbeagentur/Hessischer Gründerpreis)

Hessischer Gründerpreis: Jungunternehmer können sich bewerben

Es ist wieder soweit. Jungunternehmer können sich wieder um den Hessischen Gründerpreis (HGP) bewerben. Statt eines Preisgeldes gibt es viel mediale Aufmerksamkeit und ein Firmenvideo zu gewinnen.

Die Documenta in Kassel bietet den passenden Rahmen. Das Finale am 8. November 2022 wird in der Landesvertretung Berlin sein.

"Dass eine Stadt innerhalb von drei Jahren zweimal Partner des Hessischen Gründerpreises ist, das hat es in den vergangenen 20 Jahren noch nicht gegeben", sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei Kiz Sinnova gGmbH. "2020 mussten wir fast alle in Kassel geplanten Veranstaltungen wegen Corona online durchführen und freuen uns deshalb nun sehr, in diesem Jahr in der nordhessischen Metropole unseren runden Geburtstag zu feiern."

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch die Wirtschaft in der Region Kassel getroffen, aber sogleich zu einem wirksamen Gegensteuern geführt. Viele Unternehmen sind neue Wege gegangen und haben ihr Geschäftsmodell erfolgreich angepasst", sagt Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel. "Unsere Gründerinnen und Gründer sind dabei eine zentrale Säule. Sie tragen nicht nur zum Ausbau und zur Erneuerung des regionalen Unternehmensbestandes bei, sondern sie schaffen gleichermaßen Arbeitsplätze und modernisieren die Wirtschaftsstruktur. Davon profitiert die Region Kassel als Ganzes, weshalb wir uns als Stadt Kassel für die Stärkung der Gründungskultur einsetzen."

2020 im digitalen Wurstehimmel

Katharina Koch wurde 2020 Siegerin in der Kategorie "Zukunftsfähige Nachfolge". Sie hat die seit 1877 bestehende Landfleischerei Koch fit für die Zukunft gemacht. Im digitalen "Wurstehimmel" sind die Spezialitäten aus Calden bei Kassel nun weltweit zu kaufen und in diesem Jahr wird die Geschäftsführerin eine documenta-Wurst kreieren. "Der Sieg beim Hessischen Gründerpreis vor zwei Jahren hat mir sehr viel gebracht – vor allem Medienaufmerksamkeit. Aktuell dreht der Hessische Rundfunk eine 45-minütige Dokumentation über unseren Betrieb. Auch die Netzwerkkontakte sind sehr wertvoll und nicht zuletzt haben mir die Bewerbung und die Auftritte vor den Jurys bei der Schärfung unseres Unternehmensprofils geholfen."

Die Sparkassen unterstützen den Hessischen Gründerpreis schon seit seiner ersten Verleihung und so war es für Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse, auch selbstverständlich, sich auch 2022 erneut zu engagieren. "Wir sind in der Region fest verwurzelt und unterstützen die regionale Wirtschaft. Ob das junge Existenzgründerinnen und -gründer sind, Startups aus der Universität Kassel oder Traditionsunternehmen im Wandel, ob in der Gründungs-, Wachstums- oder Expansionsphase: Wir sind der verlässliche Partner bei der Umsetzung unternehmerischer Visionen."

Bereits 80 Voranmeldungen für 2022

Trotz Corona und sinkender Gründungszahlen hatte der Hessische Gründerpreis 2021 den vierten Bewerbungsrekord in Folge verzeichnet. "Und wir haben bereits jetzt mehr als 80 Voranmeldungen, deshalb bin ich optimistisch, dass wir wieder einen erfolgreichen Wettbewerbsverlauf erleben werden," sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den HGP. "Neben der Präsentation auf der documenta haben wir in unserem Jubiläumsjahr noch ein weiteres tolles Extra: Die Finalisten präsentieren sich in der Landesvertretung Berlin – eine weitere Gelegenheit, hochwertige Kontakte zu knüpfen." Statt Preisgeld gibt es beim Hessischen Gründerpreis viel mediale Aufmerksamkeit, hochwertige Expertentrainings und Workshops, wertvolle Netzwerkkontakte und für die Preisträger:innen ein professionelles Unternehmensvideo zu gewinnen.

So gibt es beispielsweise die Chance auf eine Listung der Produkte beim Einzelhändler Rewe, Beratung bei der Personalgewinnung durch die Techniker Krankenkasse und eine Veranstaltung mit HessenMetall, bei der Startups und etablierte Unternehmen gemeinsam neue Geschäftsmöglichkeiten ausloten. Teilnehmer:innen der letzten Jahre berichten immer wieder von steigendem Absatz, Umsatz und Gewinn – das ist viel mehr wert und langfristig erfolgversprechender als eine Geldsumme, die schnell verpufft ist. Zudem ist der Hessische Gründerpreis vorschlagsberechtigt für den Deutschen Gründerpreis, d.h. passende Startups werden für dessen erste Runde nominiert.

Auch Kai Lorenz Wittrock, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH, freut sich darüber, dass der Preis erneut in Kassel gastiert. "Die Wirtschaftsregion Kassel liegt mitten in Deutschland und Europa und bietet hohe Lebensqualität. Mit über 25.000 Studierenden ist Kassel eine der bedeutendsten deutschen Universitätsstädte. Hier gibt es große, innovative und weltweit tätige Unternehmen ebenso wie zahlreiche Hidden Champions und Startups. Der Hessische Gründerpreis passt deshalb hervorragend in die Region Kassel."

Hessischer Wirtschaftsminister ist Schirmherr

Schirmherr ist der Hessische Wirtschaftsminister. Die Landesregierung unterstützt Gründer:innen auf vielfältige Weise und der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat auch für 2022 wieder seine Beteiligung zugesagt. "Gründerinnen und Gründer sorgen für wirtschaftliche Dynamik, für Arbeitsplätze und für Innovationen, die wir zum Übergang in eine nachhaltige und klimafreundliche Wirtschaftsweise brauchen. Die Landesregierung tut deshalb alles, ihnen optimale Bedingungen zu bieten. Das beginnt mit Beratungsangeboten und reicht bis zu passgenauen Finanzierungsinstrumenten.

In allen hessischen Regionen hat der Hessische Gründerpreis seit zwei Jahren Botschafterinnen und Botschafter. Für Nordhessen ist das Dr. Gerold Kreuter, Geschäftsführer des FiDT Technologie- und Gründerzentrums Kassel und des Science Parks Kassel. "In der Vergangenheit sind bereits mehrere Unternehmen aus unseren beiden Zentren im Wettbewerb erfolgreich gewesen. Mit mehr als 15.000 Quadratmetern Büros und Werkstätten entweder in fußläufiger Nähe des ICE-Bahnhofs und damit schnell beim Kunden oder direkt auf dem Campus der Uni Kassel sind die beiden Zentren ein erfolgreiches und überregional bedeutsames Duett für Innovationen und Unternehmensgründungen. Das möchte ich als Botschafter des Hessischen Gründerpreises in der Region weiter fördern."

Jury wählt pro Kategorie zwölf Halbfinalisten

Wettbewerbsverlauf Im ersten Schritt reicht das Ausfüllen des Bewerbungsformulars zur Teilnahme. Auf Basis dieser Informationen wählt eine Jury in den vier Kategorien "Innovative Geschäftsidee", "Zukunftsfähige Nachfolge", "Gesellschaftliche Wirkung" sowie "Gründung aus der Hochschule" die jeweils zwölf überzeugendsten Unternehmen für das Halbfinale aus. Diese 48 Halbfinalisten pitchen vor einer großen Jury, die in jeder Kategorie auf drei reduziert. Die zwölf Finalisten treten dann bei der Fachtagung der hessischen Gründungsförderer am 4. November gegeneinander an. Am Abend werden die Preisträger:innen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet, auch vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir persönlich. "Wir haben 2020 ein Online-Voting für das Finale eingeführt, an dem seither jeweils fast 10.000 Menschen teilgenommen haben. Das behalten wir bei", so Projektleiterin Elisabeth Neumann.

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Text: / handwerksblatt.de